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Papandreou will noch härtere Sparmassnahmen

Der griechische Ministerpräsident kündigte für heute eine Sondersitzung des Kabinetts an. Ziel ist es, den Sparkurs nochmals deutlich zu verschärfen. Damit sollen die acht Milliarden Hilfszahlungen näher rücken.

Arbeitet zur Zufriedenheit der Troika: Ministerpräsident Giorgos Papandreou.
Arbeitet zur Zufriedenheit der Troika: Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Die griechische Regierung will am Nachmittag neue Sparmassnahmen bekannt geben. Die neuen Schritte stünden im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen mit der Troika aus EU, IWF und EZB, erklärte ein Regierungssprecher.

Griechenland kommt damit der dringend benötigten Zahlung aus dem internationalen Hilfspaket einen Schritt näher. Vertreter der EU- Kommission, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank würden in der kommenden Woche auch in Athen zurückerwartet, erklärte das griechische Finanzministerium am Dienstagabend nach einer Telefonkonferenz mit der sogenannten Troika.

Experten kehren nach Athen zurück

In den Gesprächen seien ausreichende Fortschritte gemacht worden. Die Verhandlungen würden am Wochenende während einer IWF-Konferenz in Washington fortgesetzt.

In der EU-Erklärung hiess es: «Die technischen Diskussionen werden in Athen in den kommenden Tagen fortgesetzt.» Voraussichtlich Anfang kommender Woche würden dann die Experten der Gläubiger-Troika in die griechische Hauptstadt zurückkehren, um mit ihrer Prüfung der Reformfortschritte der Regierung fortzufahren.

Acht Milliarden

Vom Ergebnis der Untersuchung hängt ab, ob Griechenland die dringend benötigten weiteren Milliarden-Hilfen erhält. Die Vertreter von EU, IWF und EZB hatten den Mittelmeerstaat wegen Unstimmigkeiten über weitere Sparschritte am 2. September überraschend verlassen.

Griechenland braucht dringend weitere Hilfen in Höhe von acht Milliarden Euro, um im Oktober Löhne und Gehälter auszahlen zu können. Dafür muss die Troika der griechischen Regierung bescheinigen, die Auflagen der Kreditgeber zu erfüllen. Liegt eine positive Bewertung vor, wollen die Finanzminister der Eurozone die letzte Tranche Anfang Oktober freigeben.

SDA/kpn

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