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Ohnmächtige Retter

Seit mehr als einem Jahr verschärft sich die Krise in der Eurozone weiter. Alle Bekundungen und Massnahmen der Politiker verpuffen wirkungslos. Jetzt kennen die Finanzmärkte kein Halten mehr. Eine Analyse.

Die Eurokrise ist wieder voll entflammt. Weltweit stürzen die Börsen weiter ab, allen voran die Bankaktien, und der bereits schwache Euro verliert weiter an Wert. Gegenüber dem Schweizer Franken ist er heute zwischenzeitlich sogar unter 1.16 Franken gefallen, was aus Sicht der Schweizer Exporteure eine unendliche Katastrophe darstellt. Aber auch gegenüber der US-Währung fiel die Gemeinschaftswährung wieder unter die Marke von 1.40 Dollar. Der Schweizer Leitindex SMI hat seit Monatsbeginn bereits mehr als 5 Prozent nachgegeben, die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse sogar mehr als 10 Prozent.

Doch selbst diese Entwicklungen zeigen noch nicht die ganze Dramatik. Wichtiger ist die Veränderung der Risikoaufschläge für gefährdete Länder wie neuerdings Italien und wiederholt Spanien. In Spanien sind die Zinsen für die Staatsschulden (Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen) seit Monatsbeginn von 5,3 Prozent auf mehr als 6 Prozent hochgeschnellt und sind jetzt so hoch wie noch nie. Noch dramatischer ist die Entwicklung der Zinsen von Italien. Diese sind in der gleichen Zeit von 4,8 Prozent auf knapp 5,9 Prozent steil angestiegen.

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