Novartis-Chef verdiente 2019 über 10 Millionen Franken

Neue Medikamente spülen dem Pharma-Riesen einen Nettoumsatz von 47,5 Milliarden in die Kasse. Die Ausrichtung auf neue Sparten scheint sich auszuzahlen.

Der gesamten Novartis-Geschäftsleitung wurde im vergangenen Jahr eine Gesamtentschädigung von 66,5 Millionen Franken zugesprochen: Novartis-CEO Vasant Narasimhan. Foto: Keystone

Der gesamten Novartis-Geschäftsleitung wurde im vergangenen Jahr eine Gesamtentschädigung von 66,5 Millionen Franken zugesprochen: Novartis-CEO Vasant Narasimhan. Foto: Keystone

Novartis schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. So hat der Pharmakonzern bei Umsatz und Gewinn die eigenen Erwartungen erfüllt. Dies ist vor allem der guten Entwicklung der Wachstumstreiber zu verdanken. Den Aktionären stellt Novartis eine um 10 Rappen auf 2,95 Franken erhöhte Dividende in Aussicht.

Und auch im laufenden Jahr will der Konzern weiter wachsen. So peilt das Management für 2020 ein Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Das operative Kernergebnis soll im hohen einstelligen bis tiefen zweistelligen Prozentbereich steigen. Das wäre in etwa das Wachstum, das der Konzern auch 2019 erreicht hat.

Den Nettoumsatz für 2019 bezifferte Novartis auf 47,5 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Anstieg um 9 Prozent. «Mit Blick auf die Zukunft rechnen wir damit, unser langfristiges Wachstum und unsere langfristigen Margensteigerungen aufrechtzuerhalten», sagt Novartis-Chef Vasant Narasimhan. Er stütze diese Prognose auf «unsere Wachstumstreiber im Markt sowie auf 15 bedeutende Markteinführungen, die gerade im Gange sind oder noch bevorstehen».

Blockbuster-Status erreicht

Hierzu steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines mit 37,7 Milliarden ( 8%) den Löwenanteil bei. Das gute Abschneiden begründet der Konzern vor allem mit dem Absatz von Cosentyx und weiteren Produkten, die den Blockbuster-Status erlangten.

Die Generikasparte Sandoz erreichte 2019 Umsätze in Höhe von 9,7 Milliarden, was einem Rückgang von 1 Prozent entspricht. Hier habe sich der Preisdruck auf dem US-Markt weiter bemerkbar gemacht, heisst es dazu in der Mitteilung.

Der Kern-Betriebsgewinn nahm um 12 Prozent auf 14,1 Milliarden zu. Das Plus erklärte der Konzern mit gestiegenen Umsätzen und einer verbesserten Profitabilität. Der Kern-Reingewinn verbesserte sich um 11 Prozent auf 12,1 Milliarden. Mit den vorgelegten Zahlen hat der Konzern die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten überwiegend erfüllt.

Novartis-Chef verdiente 10,6 Millionen Franken

Novartis-Chef Narasimhan hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als in seinem ersten Amtsjahr. Insgesamt belief sich seine Vergütung für 2019 auf 10,62 Millionen Franken. Im Vorjahr erhielt der Novartis-Chef 6,68 Millionen Franken, allerdings amtete er damals erst ab Februar und damit nur während 11 Monaten als CEO.

Der gesamten Novartis-Geschäftsleitung wurde im vergangenen Jahr eine realisierte Gesamtentschädigung von 66,5 Millionen Franken zugesprochen nach 66,3 Millionen Franken in 2018. Darin enthalten sind auch die Entschädigungen von zwei Managern, die im Laufe des Jahres zurückgetreten waren.

Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt erhielt 2019 wie in den Vorjahren 3,8 Millionen Franken. An alle Verwaltungsräte zusammen wurden insgesamt wie schon im Vorjahr 8,2 Millionen Franken entrichtet.

step/sda

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