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Noch mehr schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA

Rückschlag für die US-Wirtschaft: Die Zahl der Beschäftigten ist im Juni erstmals in diesem Jahr gesunken. Damit schwinden die Chancen für einen kräftigen Aufschwung weiter. Barack Obama ist besorgt.

Der Wirtschaftsaufschwung kommt ins Stocken: Bauarbeiter am Ground Zero in New York.
Der Wirtschaftsaufschwung kommt ins Stocken: Bauarbeiter am Ground Zero in New York.
Keystone

Die Zahl der Beschäftigten nahm um 125'000 ab, wie das Arbeitsministerium mitteilt. Das war der stärkste Rückgang seit Oktober 2009. Die Arbeitslosenquote sank dennoch auf 9,5 von 9,7 Prozent.

Präsident Barack Obama äusserte sich besorgt. «Wir haben noch eine Menge Arbeit zu tun, um die Wirtschaft wieder instandzusetzen.» Die Erholung sei deutlich zu langsam. Man sei aber auf dem richtigen Weg.

Für den Rückgang sorgte vor allem die zu Ende gehende Volkszählung: Für sie hatte die Regierung in den vergangenen Monaten vorübergehend hunderttausende Mitarbeiter angeheuert, die nun nicht mehr gebraucht werden. Dadurch fielen 225'000 Jobs weg.

83'000 neue Stellen in der Privatwirtschaft

In der Privatwirtschaft entstanden dagegen 83'000 neue Stellen, vor allem bei den Dienstleistern. Experten hatten hier allerdings ein Plus von 112'000 erwartet.

Die Krise hat mehr als acht Millionen Amerikaner den Job gekostet. Ohne Aufschwung am Arbeitsmarkt kommt auch die Wirtschaft nicht aus dem Tal, da sie zu 70 Prozent vom privaten Konsum abhängt. Um neue Jobs zu schaffen, hatte Präsident Barack Obama Mehrausgaben und Steuersenkungen von 624 Milliarden Euro durchgesetzt. Bleibt die Erholung am Arbeitsmarkt aus, droht seiner Demokratischen Partei bei den Kongresswahlen im November eine Niederlage.

US-Auftragseingang im Mai sinkt stark

Auch die Auftragslage der US-Industrie hat sich im Mai überraschend deutlich verschlechtert. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent gesunken, teilte das Handelsministerium am Freitag mit.

Einen solch kräftigen Einbruch hat es seit März 2009 nicht mehr gegeben. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet. Im April hatte es noch ein Plus von einem Prozent gegeben. Wird allerdings der Verkehr ausgeklammert, gingen die Industrie-Orders nur um 0,6 Prozent zurück.

SDA/bru

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