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Monti will den Rettungsfonds verdoppeln

Der italienische Ministerpräsident macht sich für eine Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESM stark. Laut Monti könnte dies die Zinsen der Staatsanleihen sinken lassen. Mit der Idee steht er nicht alleine da.

Will Vertrauen in die Währungsunion schaffen: Mario Monti.
Will Vertrauen in die Währungsunion schaffen: Mario Monti.
Keystone

Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat einem Bericht des «Spiegel» zufolge für die Ausweitung des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM geworben. Wie das Nachrichtenmagazin laut Vorabmeldung berichtet, setzte sich Monti dafür ein, das Volumen des ESM in Höhe von derzeit 500 Milliarden Euro auf eine Billion Euro zu verdoppeln. Eine solche Massnahme schaffe Vertrauen in die Währungsunion, was die Zinsen für Staatsanleihen sinken lasse, zitierte das Magazin den Regierungschef. Demnach informierte er bereits die Bundesregierung über seine Forderungen.

Unterstützung erhält Monti dem «Spiegel» zufolge vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Demnach setzt dieser sich dafür ein, dass dem ESM die nicht benötigten Mittel aus dem derzeitigen Rettungsfonds EFSF zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. So liesse sich dessen Volumen auf rund 750 Milliarden Euro aufstocken. Der ESM soll im Sommer dieses Jahres einsatzbereit sein.

Aus Griechenland nichts Neues

Bei den Gesprächen zwischen privaten Gläubigern und der Regierung in Athen über einen Schuldenschnitt für Griechenland zeichnete sich indes weiter kein Durchbruch ab. Die Verhandlungen waren am Freitagabend nach dreitägigen Gesprächen unterbrochen worden, am Samstag verliess Unterhändler Charles Dallara vom Internationalen Bankenverband (IIF) dann das Land in Richtung Frankreich. Die Gespräche würden «am Telefon» fortgesetzt, verlautete aus dem griechischen Finanzministerium. Wann sie wieder aufgenommen werden sollen, blieb aber zunächst unklar.

Griechenland verhandelt mit den Banken, Versicherungen und Hedge-Fonds über den Erlass von 50 Prozent ihrer Forderungen an das Land. Dieser Schuldenerlass, der etwa 100 Milliarden Euro entspricht, ist die Voraussetzung für das im Herbst im Grundsatz beschlossene zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euro-Ländern in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro.

AFP/kpn

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