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Japans Industrie drohen Kunden abzuspringen

Im Land, das die Just-in-time-Produktion erfunden hat, kommt es seit der Katastrophe zu grossen Versorgungsengpässen. Die Regierung beschwichtigt. Viele grossen Firmen fürchten sich aber vor den Folgen.

Bringt die Autoindustrie ins Stocken: Der Tsunami zerstörte nicht nur in Ibaraki unzählige Neuwagen.
Bringt die Autoindustrie ins Stocken: Der Tsunami zerstörte nicht nur in Ibaraki unzählige Neuwagen.
Keystone

Das Erdbeben, der Tsunami und die Atomkatastrophe haben die Geschäfte von fast 60 Prozent aller grösseren japanischen Firmen beeinträchtigt. Viele der Unternehmen klagen über Produktionsunterbrechungen und Lieferengpässe, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters bei 400 Firmen ergab. So sind mehr als 30 Werke bedeutender japanischer Präzisionsinstrumente- und IT-Firmen vom grossen Erdbeben im März beschädigt worden. Nach einem Monat arbeiten etwa 80 Prozent von ihnen wieder, allerdings die wenigsten mit voller Leistung. Der Kamera-Konzern Canon meldet zum Beispiel, damit sei erst Ende April zu rechnen. Da auch die Anlagen kleiner Zulieferer Schaden nahmen, wird es über längere Zeit zu Engpässen in der Versorgung mit Elektronikkomponenten kommen. Und das nicht nur im Erdbebengebiet.

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