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J. P. Morgan scheffelt Milliarden wie zu alten Zeiten

J. P. Morgan Chase verdient wieder so viel wie vor der Bankenkrise. Grund ist die boomende Nachfrage nach Hypotheken in den USA – dank des Aufkaufprogramms des Fed und der niedrigen Zinsen.

Konnte den Gewinn steigern: J. P. Morgan Chase in New York. (13. Juli 2012)
Konnte den Gewinn steigern: J. P. Morgan Chase in New York. (13. Juli 2012)
AFP

Im dritten Quartal 2012 steigerte die US-Bank J. P. Morgan den Gewinn um ein Drittel auf 5,7 Milliarden Dollar, wie das Institut heute mitteilte. Allein im Hypothekengeschäft nahm das Institut 1,8 Milliarden Dollar ein – 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zudem reduzierte J. P. Morgan die Vorsorge in dem Bereich.

Der Mini-Boom bei den Immobilienfinanzierungen beruht auf den niedrigen Zinsen. Viele Hausbauer wollen aktuell ihre Hypotheken umschulden, um davon zu profitieren.

Zugleich haben die Banken keine Probleme, die Finanzierungen am Kapitalmarkt weiterzuverkaufen. Sie bündeln sie dafür in Wertpapiere, die mit Hypotheken besichert sind. Noch vor fünf Jahren war der Markt für ähnliche Finanzprodukte zusammengebrochen, woraufhin die Finanzkrise ihren Lauf nahm.

«Talsohle durchschritten»

Die Investoren rennen den Instituten derzeit die Türe ein, weil das Fed als garantierter Abnehmer der Papiere feststeht. Die Notenbank hat angekündigt, zur Stützung der Konjunktur pro Monat bis zu 40 Milliarden Dollar an Hypothekenpapieren aufzukaufen.

J. P. Morgan war in diesem Sommer in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein milliardenschwerer Handelsskandal in London entdeckt worden war. Fehlspekulationen mit Derivaten brockten dem Institut bis Ende Juni fast sechs Milliarden Dollar an Verlusten ein.

Im dritten Quartal sei noch mal «moderat» etwas dazugekommen, hiess es nun. Im letzten Vierteljahr sei mit weiteren Belastungen von 300 Milliarden Dollar zu rechnen.

(SDA)

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