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Industrie im Euroraum zieht unerwartet stark an

Die drei grössten Eurowirtschaften profilierten sich im Januar als Lokomotiven. Den Herstellern von Maschinen lief es besonders gut.

Gefragte Investitionsgüter: Ein Arbeiter justiert ein Rad eines Traktors in der Claas-Fabrik im französischen Le Mans. (21. Juli 2014)
Gefragte Investitionsgüter: Ein Arbeiter justiert ein Rad eines Traktors in der Claas-Fabrik im französischen Le Mans. (21. Juli 2014)
Jean-François Monier, AFP

Die Industrie in der Euro-Zone ist mit dem stärksten Produktionsplus seit September 2009 ins Jahr gestartet. Die Betriebe in den 19 Staaten stellten im Januar 2,1 Prozent mehr her als Ende 2015 und übertrafen damit leicht die Erwartungen der Finanzmärkte, wie das Statistikamt Eurostat heute mitteilte.

Im November (minus 0,2 Prozent) und Dezember (minus 0,5 Prozent) hatte es noch Rückgänge gegeben. Für das grösste Plus sorgten im Januar mit 3,9 Prozent die Hersteller von Maschinen, Anlagen und anderen Investitionsgütern.

Die Energieproduktion stieg um 2,4 Prozent. In den drei grössten Volkswirtschaften im Währungsraum – Deutschland, Frankreich und Italien – ging es jeweils deutlich bergauf. In Spanien hingegen sank die Produktion um 0,2 Prozent.

Abschwächung für Februar befürchtet

Umfragen hatten zuletzt ergeben, dass der Aufschwung in der Industrie der Euro-Zone an Tempo verliert. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte jüngst ihre Konjunkturprognose und lockerte ihre Geldpolitik überraschend kräftig, um das Wachstum anzukurbeln und die Inflation zu erhöhen.

Es könne sein, dass sich die Abschwächung in den Februar-Daten niederschlage, sagte Analyst Bert Colijn von der Grossbank ING. «Aber die ersten Anzeichen für das Wachstum im ersten Quartal 2016 enttäuschen nicht.»

SDA/rub

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