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In einem Monat 38 Milliarden neue Schulden

Italiens öffentlicher Schuldenberg ist im Januar ungebremst weitergewachsen. Mit 1,936 Billionen Euro hat er einen neuen Rekordstand erreicht. Spanien konnte derweil günstig Geld aufnehmen.

Italiens Schuldenberg erreichte neuen Höchststand: Das Kolosseum in Rom.
Italiens Schuldenberg erreichte neuen Höchststand: Das Kolosseum in Rom.
Reuters

Ende 2011 lag die Staatsverschuldung noch knapp unter 1,9 Billionen Euro. Innerhalb eines Monats wuchsen die Schulden um 37,9 Milliarden Euro an, teilte die Banca d'Italia am Donnerstag in Rom mit.

Den letzten Höchststand hatte es mit rund 1,912 Billionen Euro im Juli 2011 gegeben. Italien hat nach Griechenland den höchsten Schuldenstand der Eurozone, gemessen an der Wirtschaftsleistung. Er beträgt für Italien derzeit etwa 120 Prozent.

Spanien versorgt sich günstiger mit Geld

Spanien hat sich bei Investoren Geld zu günstigeren Zinsen als zuletzt geliehen. Die Auktion von Anleihen mit Laufzeiten bis 2015 und 2016 spülte heute fast zwei Milliarden Euro in die Kassen. Die Renditen lagen mit 2,440 und 3,374 Prozent unter den zuletzt am Kapitalmarkt geforderten Sätzen.

Das Land begab zudem Anleihen mit einer Laufzeit bis 2018 im Volumen von einer weiteren Milliarde Euro. Bereits am Mittwoch hatte sich Italien am Geldmarkt sechs Milliarden Euro geliehen und dabei die niedrigsten Renditen für dreijährige Papiere seit Oktober 2010 geboten.

Spanien hatte zuletzt in Brüssel ein höheres Defizitziel für dieses Jahr durchgesetzt. Die EU-Finanzminister erlaubten der Regierung in Madrid für 2012 ein Haushaltsloch von 5,3 Prozent. Im Gegenzug muss Spanien seinen Sparkurs noch verschärfen. Bislang war mit den europäischen Partnern ein Ziel von 4,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts verabredet. Die Regierung räumte aber vor kurzem ein, dass sie das nicht schaffen wird.

SDA/rub

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