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Goldpreis knackt 1600-Dollar-Marke

Der Haushaltsstreit in den USA und die Schuldenkrise in Europa befeuern weiterhin den Preis des Goldes. Erstmals kletterte die Feinunze in London auf über 1600 Dollar.

Eine Feinunze des Edelmetalls kostete am Montagvormittag in London zeitweise 1600,10 Dollar. Als Grund für den neuen Höhenflug des Goldpreises nannten Analysten die Unsicherheit angesichts der hohen Staatsverschuldung in den USA und Europa. Die Händler scheuten derzeit Risiken, hiess es.

Bereits zuvor war der Goldpreis im asiatischen Handel auf 1597,71 Dollar je Feinunze geklettert. Das Gold befindet sich seit Monaten auf einem Höhenflug. Erst Ende April hatte Gold erstmals die Marke von 1500 Dollar je Feinunze übersprungen. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist.

Im Griff der Schuldenkrise

An den Finanzmärkten sei die Verunsicherung gross und die Schuldenkrise halte «mit all ihren Ansteckungsgefahren den Goldmarkt fest im Griff», hiess es von Seiten der asiatischen Händler. Neben den alarmierenden Nachrichten aus der Eurozone treibt den Investoren aber auch die Lage in den USA die Sorgenfalten auf die Stirn. Seit Tagen streitet sich die Regierung um Präsident Barack Obama mit der Opposition um eine Anhebung der Schuldengrenze in der grössten Volkswirtschaft der Welt.

Sollte im politischen Streit keine schnelle Lösung gefunden werden, droht schon Anfang kommenden Monats die Zahlungsunfähigkeit mit möglicherweise verheerenden Folgen an den Finanzmärkten. Aber auch die aktuelle Wirtschaftsflaute in den USA nach einer Serie von unerwartet schwachen Konjunkturdaten treibt die Investoren derzeit in die Gold-Anlagen.

Verunsicherte Anleger in Asien

Die Schuldenkrise in Europa und den USA hat zum Wochenauftakt auf die Stimmung der Investoren in Asien gedrückt. Die Aktienkurse gaben auf breiter Front nach. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

An den Aktienmärkten in Shanghai, Hongkong, Singapur, Südkorea und Taiwan gaben die Kurse nach. Die Aktien des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC brach um zeitweise 6,5 Prozent ein, nachdem Apple eine Vorabentscheidung in einem Patentverfahren gegen HTC gewonnen hatte.

Abwartend verhielten sich die Investoren auch mit Blick auf das anstehende Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder an diesem Donnerstag, bei dem Beschlüsse über ein zweites Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Griechenland anstehen. Zudem drückte der Streit über eine Erhöhung der Schuldengrenze in den USA auf die Kauflaune.

Ohne gravierende Auswirkungen blieb die Veröffentlichung der Ergebnisse des Banken-Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht am Freitag.

SDA/rub/bru

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