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Florierender Schweizer Detailhandel

Die Schweizer konsumieren weiterhin fleissig und stützen damit die Konjunktur. Das bestätigen die Septemberzahlen zu den Umsätzen im Detailhandel. Auch die Aussichten für die Industrie hellen sich auf.

Lebensmittel legten im September gegenüber dem Vormonat überdurchschnittlich, gegenüber dem Vorjahr jedoch unterdurchschnittlich zu: Fischauslage in einem Geschäft. (Archivbild)
Lebensmittel legten im September gegenüber dem Vormonat überdurchschnittlich, gegenüber dem Vorjahr jedoch unterdurchschnittlich zu: Fischauslage in einem Geschäft. (Archivbild)
Keystone

Der Schweizer Detailhandel hat im September gegenüber dem Vormonat saison- und preisbereinigt um 0,3 Prozent zugelegt. Gegenüber September 2011 resultierte ein verkaufstagsbereinigter Anstieg um 5,4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte.

Ohne Treibstoffe betrug der Anstieg innert Jahresfrist 5,2 Prozent. Der Detailhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte einen Anstieg von 2,1 Prozent. Der Nichtnahrungsmittel-Sektor legte um 6,8 Prozent zu.

Verglichen mit dem August 2012 zeigten die Detailhandelsumsätze ohne Treibstoffe ein preisbereinigtes Plus von 0,1 Prozent. Der Lebensmittel-Detailhandel legte 0,7 Prozent zu. Im Nichtnahrungsmittel-Bereich sank der Umsatz um 0,8 Prozent.

Einkaufsmanagerindex der Industrie steigt

Die Aussichten der Schweizer Industrie haben sich etwas aufgehellt. Das weist der Einkaufsmanagerindex (PMI) aus. Er stieg im Oktober leicht um 2,5 auf 46,1 Punkte. Damit liegt der Index aber weiterhin unter der Wachstumsmarke von 50 Zählern – und dies seit über einem Jahr mit Ausnahme des März 2012. Immerhin brach der beschleunigte Abwärtstrend von August und September ab, wie die Grossbank Credit Suisse (CS) heute Donnerstag mitteilte. So verlangsamte sich der Abbau des Auftragsbestands deutlich. Das Produktionsvolumen hielt sich annähernd.

Diese Verbesserungen beschwichtigten den Pessimismus der Unternehmen im Hinblick auf die künftige Nachfrageentwicklung leicht. Der seit über einem Jahr anhaltende Personalabbau verlangsamte sich, ebenso der Abbau von Vorproduktelagern.

Weiterhin Konjunktursorgen

Ob der Oktoberaufschwung des PMI nicht nur eine kurzfristige Verbesserung, sondern eine Bodenbildung darstellt, lässt sich gemäss den CS-Ökonomen noch nicht abschätzen. Die Bank erhebt den PMI zusammen mit dem Einkäuferverband procure.ch.

Die Analysten der Liechtensteiner VP Bank konstatierten, der leichte Anstieg vermöge die Konjunktursorgen kaum zu zerstreuen. Entgegen dem immer noch optimistischen KOF-Konjunkturbarometer weise die Umfrage auf Unternehmensebene eher auf eine abnehmende Wirtschaftsleistung hin. Nach einem Minus von 0,1 Prozent dürfte die Schweizer Wirtschaft auch im dritten Quartal nicht gewachsen sein. Das bestätigten auch die Massenentlassungen der letzten Zeit.

SDA/rub

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