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EZB kaufte mehr Staatsanleihen auf

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Käufe von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder in der vergangenen Woche ausgeweitet. Sie investierte fast doppelt so viel wie in der Woche davor.

Rettungsanker EZB: Teilnehmer an einem Monopoly-Wettbewerb schwenken die Fahnen ihrer Herkunftsländer (v.l.) Spanien, Italien und Griechenland vor der EZB in Frankfurt. (21. November 2011)
Rettungsanker EZB: Teilnehmer an einem Monopoly-Wettbewerb schwenken die Fahnen ihrer Herkunftsländer (v.l.) Spanien, Italien und Griechenland vor der EZB in Frankfurt. (21. November 2011)
Keystone

Nach rund 4,48 Milliarden Euro in der vorvergangenen Woche lag der Wert in der abgelaufenen Woche bei 7,99 Milliarden Euro, wie die EZB heute in Frankfurt mitteilte. Die aktuelle Statistik der Notenbank umfasst möglicherweise nicht alle Anleihekäufe der EZB in der vergangenen Woche. In den Zahlen sind nur Käufe enthalten, die bis vergangenen Freitag vollständig abgewickelt wurden. Für gewöhnlich liegen zwischen Kauf und Abwicklung der Papiere mindestens zwei Handelstage.

Wie in den vergangenen Wochen will die Notenbank die überschüssige Liquidität einsammeln, die aus den gesamten Anleihekäufen resultiert. Dies sind nunmehr 194,5 Milliarden Euro. Die Notenbank hatte im Frühjahr 2010 mit dem Kauf griechischer Staatstitel begonnen und zuletzt auch Papiere aus Italien und Spanien erworben. Hintergrund der Käufe ist die europäische Schuldenkrise.

Wegen der derzeit hohen Zinsrenditen rufen Politiker die EZB immer wieder auf, ihre Ankäufe noch zu verstärken. Das würde es Italien, Spanien, Portugal und Griechenland ermöglichen, sich Geld zu besseren Konditionen zu leihen. Laut einem Medienbericht hat sich die von Mario Draghi geführte EZB jedoch ein Limit von 20 Milliarden Euro pro Woche gesetzt. Die EZB kommentierte das nicht.

EU-Pläne für Euro-Bonds

Die EU-Kommission will unterdessen am Mittwoch mit konkreten Vorschlägen für die Einführung von Euro-Schuldverschreibungen an die Öffentlichkeit gehen. In einem «Grünbuch» der EU-Kommission werden drei Varianten solcher Eurobonds durchgespielt, die von der deutschen Bundesregierung in Berlin bislang strikt abgelehnt werden.

SDA/ dapd/rub

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