Experten rechnen mit weniger europäischen Winterurlaubern

Die Wintersportorte in der Schweiz leiden unter dem starken Franken. Erst nächstes Jahr rechnet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich wieder mit mehr Gästen.

Für Winterurlauber aus Europa ist die Schweiz zu teuer: Ein Skifahrer in Verbier. (Archivbild / 8.11.2014)

Für Winterurlauber aus Europa ist die Schweiz zu teuer: Ein Skifahrer in Verbier. (Archivbild / 8.11.2014)

(Bild: Keystone Maxime Schmid)

Nach dem Frankenschock fasst der Schweizer Tourismus nur mühsam Tritt. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich rechnet mit einer Stagnation in der Wintersaison. In den nächsten beiden Jahren dürften die Übernachtungszahlen indes wieder wachsen.

Im Jahr 2016 dürften die Übernachtungen wieder um 1,6 Prozent zulegen, schreibt die KOF in einem Communiqué. 2017 werde der Anstieg gar 2,0 Prozent betragen. Dagegen rechnen die Experten für die anstehende Wintersaison mit einer Stagnation im Schweizer Tourismus.

Britische und amerikanische Gäste kommen trotzdem

Aufgrund des starken Frankens würden in den kommenden Wintermonaten vor allem weniger Gäste aus dem Euroraum ihre Ferien in der Schweiz verbringen. Allerdings dürfte die sich aufhellende Wirtschaftslage in Europa sowie eine höhere Nachfrage aus Grossbritannien, den USA und anderen fernen Ländern zumindest teilweise den Rückgang bei den preissensitiven Gästen kompensieren.

Dennoch werde die Anzahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen zurückgehen, teilte die KOF weiter mit. Dagegen steige die Nachfrage inländischer Touristen aufgrund der etwas positiveren Konjunkturaussichten in der Schweiz an. Insgesamt seien die Auswirkungen des Frankenschocks milder als noch im Frühling erwartet worden sei.

ij/sda

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