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Estland ist Europas Wachstumsprimus

Trotz der anhaltenden Eurokrise ist die Wirtschaft des baltischen Staates um fast 8 Prozent gewachsen. Spanien wartet derweil vergeblich auf eine baldige Wende.

Ein Land im Aufwind: Ein Plakat in Estland heisst Ende 2010 den Euro willkommen.
Ein Land im Aufwind: Ein Plakat in Estland heisst Ende 2010 den Euro willkommen.
Keystone

Die estnische Wirtschaft wächst trotz europäischer Rezessionsängste weiterhin stark. Im dritten Quartal lag das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in dem baltischen Staat bei 7,9 Prozent, berichtete die estnische Zeitung «Postimees» in ihrer Onlineausgabe. Wichtigster Faktor sei die erfolgreiche Entwicklung in der verarbeitenden Industrie.

Die EU-Kommission hatte am Vortag in ihrer Prognose für 2012 Estland als wachstumsstärkstes Land genannt. Das Bruttoinlandprodukt werde in dem baltischen Staat im kommenden Jahr um 3,2 Prozent zunehmen. Im Schnitt werden die 27 EU-Volkswirtschaften demnach nur um 0,6 Prozent wachsen.

Spaniens Wirtschaft kommt nicht auf die Beine

Das Bruttoinlandprodukt stagnierte im dritten Quartal, teilte das Statistikamt am Freitag in Madrid mit. Im Frühjahr hatte es noch ein Wachstum von 0,2 Prozent gegeben. Während vom Aussenhandel positive Impulse kamen, schwächelte die Binnennachfrage. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es ein Plus von 0,8 Prozent. Die Wachstumsschwäche gefährdet das Ziel der Regierung, ihr enormes Haushaltsdefizit zu senken.

Eine baldige Wende zum Besseren ist nicht in Sicht. «Die rekordhohe Arbeitslosigkeit und der Umbau des Bankensektors dämpfen die mittelfristigen Wachstumsaussichten», warnt die EU-Kommission in ihrer Herbstprognose. Spaniens Wirtschaft wird demnach sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr um magere 0,7 Prozent zulegen, 2013 dann doppelt so schnell. Die Arbeitslosenquote wird nach den Prognosen über der 20- Prozent-Marke verharren. Sie ist die höchste aller EU-Länder.

dapd/ sda/jak

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