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Entwicklung im Ukrainekonflikt beflügelt SMI

Positiver Tag für den Schweizer Aktienmarkt: Das Abkommen von Minsk und die Verhandlungen im Schuldenstreit mit Athen liessen den Schweizer Aktienindex nach oben schnellen.

Der Schweizer Aktienmarkt hat im Plus geschlossen. Der SMI setzte nach einem eher schwachen Vormittag am frühen Nachmittag zu einer Erholung an, die bis zum Handelsende anhielt und den Leitindex über die 8600-Punktemarke hievte.

Die freundliche Stimmung begründeten Händler mit der neusten Entwicklung im Ukraine-Konflikt sowie Gerüchten zur Griechenland-Krise. Die ab Sonntag geltende Waffenruhe in der Ukraine, auf die sich die Konfliktparteien einigten, habe die Investoren beruhigt.

Gut kamen auch Gerüchte über ein erweitertes Hilfspaket der Europäischen Zentralbank (EZB) für die griechischen Banken an, wobei die Griechenland-Krise unverändert ein Unsicherheitsfaktor bleibt. Die etwas schlechter ausgefallenen Konjunkturdaten in den USA fanden an den Märkten wenig Beachtung.

Wenig Freude für Zurich-Aktionäre

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,4 Prozent höher bei 8611,03 Punkten, was praktisch dem Tageshöchststand entsprach. Die insgesamt freundliche Stimmung zeigte sich auch daran, dass von den 30 wichtigsten Titeln 23 mit einem Plus und nur sieben mit einem Minus aus dem Handel gingen.

Im Scheinwerferlicht standen den ganzen Tag über die Credit-Suisse-Aktien ( 9,1 Prozent), welche die Gewinnerliste unter den Blue Chips auch am Abend mit riesigem Vorsprung anführten. Trotz des imposanten Plus darf jedoch eines nicht vergessen werden: Die CS-Aktie war bis anhin der seit Jahresbeginn am schlechtesten rentierende Schweizer Blue Chip. Mit dem aktuellen Plus macht sie nicht einmal die Hälfte des bisherigen Jahresverlustes wett.

Unter den grössten Gewinnern im Feld der Blue Chips standen am Donnerstagabend ausserdem Swatch ( 3,0 Prozent), Sika ( 2,6 Prozent) und Holcim ( 2,6 Prozent) sowie der Ölservicekonzern Transocean ( 2,8 Prozent).

Deutlich weniger Freude bereitete die Zurich (-3,1 Prozent) ihren Aktionären. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 verfehlte die Konsensschätzungen bei diversen Kennzahlen. Und die unverändert gehaltene Dividende sorgt vereinzelt für Stirnrunzeln, hatten doch einige Experten mit einer leichten Anhebung gerechnet.

Im breiten Markt fielen vor allem die Sulzer-Aktien auf, die sich um 6,8 Prozent verteuerten. Der Winterthurer Industriekonzern vermeldete zwar rote Zahlen für 2014, lag aber beim Umsatz und Auftragseingang über den Prognosen. Gut kam auch der optimistische Ausblick an. Die Jahresabschlüsse von Mobimo (-0,8 Prozent) und der Thurgauer Kantonalbank (-0,4 Prozent) sorgten hingegen für wenig Begeisterung.

SDA

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