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Eine ostafrikanische EU

Die Wirtschaft stärken und attraktiver werden für Investoren: Fünf ostafrikanische Staaten wollen sich zu einer Währungsunion zusammenschliessen. Langfristig soll es nicht nur dabei bleiben.

Ab 2014 soll es bereits eine Zollunion geben: Die Staatschefs der ostafrikanischen Länder bei ihrem gestrigen Treffen in Kampala. (30. November 2013)
Ab 2014 soll es bereits eine Zollunion geben: Die Staatschefs der ostafrikanischen Länder bei ihrem gestrigen Treffen in Kampala. (30. November 2013)
Keystone

Ähnlich wie in Europa wollen fünf ostafrikanische Staaten eine Währungsunion bilden, um ihre Wirtschaft zu stärken und sich attraktiver für ausländische Investoren zu machen. Auf einem Gipfel in der ugandischen Hauptstadt Kampala unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs von Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda gestern ein Rahmenabkommen für das Projekt, das zu einer gemeinsamen Währung führen soll.

Langfristig soll sich das Vorhaben aber nicht auf den Währungsbereich beschränken: Es soll auch die Freizügigkeit für Beschäftigte, Waren, Dienstleistungen und Kapital in den fünf Staaten gewährleisten, deren Bevölkerung sich auf zusammen 135 Millionen Menschen beläuft. Ab 2014 soll es bereits eine Zollunion geben.

Mehr Freiheit bei Handel und Investitionen

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta sagte bei der Unterzeichnung des Protokolls, dieses sei «die logische Verbindung aller unserer Integrationsbemühungen». Das Vorhaben werde nicht nur Umtauschkosten bei Währungen beseitigen, sondern Unternehmen mehr Freiheit bei Handel und Investitionen geben.

Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg: Die fünf Länder schätzen, dass es ein Jahrzehnt dauern dürfte, bevor die Bedingungen für die Schliessung einer solchen Union vorliegen werden. Bis dahin müssen die Länder bestimmte Kriterien wie Inflationsziele erfüllen.

AFP/rbi

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