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Ein historisches Bündnis

Das Verhältnis zwischen Taiwan und China galt jahrzehntelang als hoffnungslos zerrüttet. Das neue Handelsabkommen weckt vor allem bei Taiwan grosse Hoffnungen.

Yangzijiang Shipbuilding Holdings Ltd. ist die erste chinesische Firma, die an der Taiwaner Börse kodiert ist: CEO Zen Yuanling (links) mit Börsianer Chi Schive.
Yangzijiang Shipbuilding Holdings Ltd. ist die erste chinesische Firma, die an der Taiwaner Börse kodiert ist: CEO Zen Yuanling (links) mit Börsianer Chi Schive.
Keystone

Das neue Handelsabkommen trat ab Sonntag in Kraft. Es ist das bisher weitgehendste Abkommen zwischen den beiden Nachbarn und sieht unter anderem Zollvergünstigungen für etwa 540 taiwanische Produktbereiche vor.

Das Abkommen werde dazu beitragen, den Wohlstand und den Frieden zwischen beiden Ländern zu stärken, sagte ein Sprecher des chinafreundlichen taiwanischen Staatschefs Ma Ying-jeou in Taipeh. Das chinesische Handelsministerium in Peking erklärte, der Pakt fördere die gemeinsame Entwicklung der Wirtschaft und treibe den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und der Volksrepublik voran.

260'000 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden

Beide Seiten hatten den Handelspakt bereits im Juni unterzeichnet. Taiwans Präsident Ma erhofft von dem grösseren wirtschaftlichen Austausch die Schaffung von 260'000 neuer Arbeitsplätze und ein stärkeres Wirtschaftswachstum.

Die Volksrepublik ist wichtigster Handelspartner Taiwans. Eine wachsende Zahl von Taiwanern arbeitet zudem in China, insbesondere in der Region um die Wirtschaftsmetropole Shanghai.

Handgreiflichkeiten im Parlament

In Taiwan war das Handelsabkommen allerdings hoch umstritten, im Parlament kam es im Sommer während der Beratungen über den Pakt sogar zu Handgreiflichkeiten zwischen Abgeordneten. Gegner des Abkommens befürchten, dass dadurch der chinesische Einfluss in Taiwan steigt.

China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel seit der Revolution 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. Zuletzt hatten sich die beiderseitigen Beziehungen jedoch deutlich verbessert.

SDA/mrs

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