Zum Hauptinhalt springen

«Ein Eurowechselkurs von 1.10 ist zu tief»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann rechnet mit weniger Wachstum – von einer Rezession geht er jedoch nicht aus. Auch den idealen Eurokurs sieht er anders als Bundesratskollegin Widmer-Schlumpf.

Seinen Rücktritt schliesst er aus: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (19. Februar 2015)
Seinen Rücktritt schliesst er aus: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (19. Februar 2015)
Keystone

Die Wirtschaft macht sich Sorgen, dass die Schweiz 2015 wegen des Frankenschocks in eine Rezession schlittert. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hofft, dass das nicht passieren wird. «Wenn sich die europäische Konjunktur positiv entwickelt, die deutsche Exportwirtschaft läuft und die USA weiterhin in Schwung bleiben, dann profitiert die Schweiz», sagt der FDP-Bundesrat im Interview mit dem «SonntagsBlick».

Dies bedeute wohl, dass sich das Wachstum zwar deutlich abschwäche, «aber es keine Rezession gibt». Anders als seine Bundesratskollegin Eveline Widmer-Schlumpf, welche 1.10 Franken für einen Euro als kritische Grenze für die Schweizer Wirtschaft nennt, hält er diesen Wechselkurs für ungenügend. «Ich komme aus der Maschinenindustrie. Für diese Branche ist ein Wechselkurs von 1.10 zu tief. 1.10 reicht für die meisten Firmen knapp zum Überleben», sagt Schneider-Ammann zum «SonntagsBlick».

Rücktritt ausgeschlossen

Gemäss Schneider-Ammann entspricht der aktuelle Wechselkurs des Frankens zum Euro nicht der Kaufkraftparität. «Davon sind wir weit entfernt», sagt er. «Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis sich der Kurs dorthin entwickelt, wo er hingehört.» Und wo gehört er hin? «Auf über 1.20.»

Die Firmen könnten keine Gewinne erwirtschaften, um notwendige Investitionen zu tätigen, um die Zukunft zu sichern. Schneider-Ammann tritt allen Spekulationen entgegen, er höre als Bundesrat bald auf. «Ich werde 2016 Bundespräsident.» Deshalb beantworte er die Frage nach einer erneuten Kandidatur mit Ja.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch