Draghi will nicht IWF-Chef werden

Der scheidende EZB-Präsident Mario Draghi will nicht Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden. «Ich stehe nicht zur Verfügung», sagte der Italiener am Donnerstag in Frankfurt.

Damit wird er in Washington nicht Nachfolger seiner eigenen Nachfolgerin bei der EZB - der IWF-Chefin Christine Lagarde. Diese hält Draghi für eine hervorragende Wahl: «Sie wird eine ausgezeichnete EZB-Präsidentin sein.» Er kenne sie schon sehr lange - «vielleicht länger als sie und ich uns eingestehen wollen». Lagarde habe einen kollegialen Stil, nutze auch Eingaben ihres Stabes und diskutiere mit dem IWF-Personal.

EZB hat keine Einwände gegen Lagarde

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor offiziell erklärt, dass sie keine Einwände gegen die Ernennung der IWF-Chefin zur Draghis Nachfolgerin hat. Lagarde sei anerkannt mit professioneller Erfahrung in den Themen Geldpolitik oder Banken. Die IWF-Chefin und ehemalige französische Finanzministerin wurde Anfang Juli von den EU-Staats- und Regierungschefs als Draghis Nachfolgerin nominiert. Sie soll ihr Amt im November antreten. Die achtjährige Amtszeit von Draghi endet im Oktober. Experten erwarten, dass sie die lockere Geldpolitik zunächst fortsetzen wird. Als IWF-Chefin hatte sie unlängst hervorgehoben, dass die Wirtschaft weltweit eine schwierige Phase durchlaufe. Grösstes Risiko seien die Handelskonflikte. (sda)

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