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Die Risiken dieser Welt

Eine Weltkarte der Risiken für wirtschaftliche und geschäftliche Aktivitäten wagt Prognosen für das kommende Jahr. Der Grundtenor ist eher düster.

Wie die «Aargauer Zeitung» (Artikel online nicht verfügbar) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, enthält die Riskmap 2012 des deutschen Unternehmens Control Risks zahlreiche Informationen über Risiken unterschiedlicher Arten in aller Welt, die nach Intensität bewertet werden – von «unerheblich» über «niedrig» und «mittel» bis hin zu «hoch» und «extrem». Eine der Kernbotschaften sei, dass das Geschäftsklima ingesamt volatiler werden dürfte.

Bulgarien, Libyen, Kolumbien, Sri Lanka

Laut dem Bericht hat Control Risk gute Investitionsmöglichkeiten in fünf Staaten gefunden, die auf den ersten Blick überraschen: Kolumbien, Sri Lanka, Moçambique, Libyen und Bulgarien, das wegen mehrerer Faktoren bislang unterschätzt worden sei: seine relativ stabile politische Lage zum Beispiel und die starke Bindung an EU, Russland und die Türkei. Als nach wie vor ungünstige Faktoren werden hierbei jedoch Korruption und die organisierte Kriminalität genannt.

Für Libyen spricht nach Ansicht der Experten, dass der Staat nach dem Umsturz einen Wiederaufbau finanzieren könne, mit Hilfe von staatlichen Fonds und den Erträgen aus dem Ölsektor. Gleichwohl blieben politische Risiken und Korruption zu erwägen. In Kolumbien, so der Bericht weiter, stellen die Analysten der Studie eine wesentlich verbesserte Sicherheitslage fest.

Wird die Piraterie noch gefährlicher?

Unter den grossen Risiken wird neben der Terrororganisation al-Qaida des islamischen Maghreb, die in Nordafrika und der Sahelzone aktiv ist, auch die Piraterie analysiert. Laut Control Risks könnte 2012 erstmals die Öl- und Gasinfrastruktur vor Kenia und Tansania zur Zielscheibe der Freibeuter werden. Dies wäre «eine neue Dimension» beim Geschäftsrisiko, zitiert die Zeitung.

Schliesslich werden in der Studie auch die Risiken durch Entführungen mit Lösegeldforderungen oder anderen Formen von Erpressung analysiert. Als erhöht muss diese Gefahr demnach in Südostasien, Afrika und dem Nahen Osten eingeschätzt werden. Laut dem Bericht sind die meisten Erpressungen in Nigeria zu verzeichnen, gefolgt von Afghanistan und Pakistan.

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