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Der Westen belebt den Welthandel

Sechs Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise erreicht der Welthandel wieder Normalform – trotz vieler neuer Handelsschranken.

2013 betrug der Wert des gesamten Welthandels 18,8 Billionen Dollar: Ein Terminal für Container im Hamburger Hafen.
2013 betrug der Wert des gesamten Welthandels 18,8 Billionen Dollar: Ein Terminal für Container im Hamburger Hafen.
Keystone

Der Welthandel erholt sich zusehends. Für 2014 rechnet die Welthandelsorganisation (WTO) mit einer Zunahme des Handelsvolumens um 4,7 Prozent, wie WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo heute in Genf mitteilte. Die Wachstumsrate liege damit unterhalb des Durchschnitts der vergangenen 20 Jahre von 5,3 Prozent, jedoch deutlich über den nur 2,1 Prozent des Vorjahres.

Bislang hatte die WTO ein Plus von 4,5 Prozent vorhergesagt. Ermöglicht wird der Aufwärtstrend nach Einschätzung der WTO-Experten auch durch die gute wirtschaftliche Entwicklung in den USA und Europa mit Deutschland an der Spitze. Weitere Impulse für den Welthandel könne der Abbau von Handelsbeschränkungen bringen. 80 Prozent der seit 2008 aufgestellten Hindernisse würden nach wie vor gelten, sagte Azevêdo. Das sei bedauerlich.

Beschleunigung im nächsten Jahr

Für 2015 - sechs Jahre nach dem dramatischen Einbruch des globalen Handels in Folge der Weltwirtschaftskrise - geht die WTO von einem Wachstum um 5,3 Prozent aus. Dies würde erstmals wieder dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte entsprechen. 2013 betrug der Wert des gesamten Welthandels 18,8 Billionen Dollar.

Die WTO-Ökonomen legen ihren Schätzungen ein erwartetes Wachstum des globalen Bruttosozialprodukts um 3 Prozent in 2014 sowie 3,1 Prozent in 2015 zugrunde. Risikofaktoren in den Industrieländern hätten deutlich abgenommen. So stelle die Eurokrise ein weit geringeres Risiko dar als noch vor einem Jahr, wenngleich das Wachstum innerhalb der EU noch ungleich verteilt sei. Zudem sei der Haushaltsstreit in den USA beigelegt.

Risiken in Schwellenländern nehmen zu

Dem steht laut WTO ein merklich abgekühltes Wachstum in den Schwellenländern gegenüber - obwohl Asien auch in Zukunft die globale Lokomotive bleiben werde. In einigen Schwellenländern nähmen die Risiken zu. Die zwei Geschwindigkeiten, mit denen der Welthandel zuletzt gewachsen ist, gleichen sich einander an.

In Europa rechnet die WTO für 2014 mit einem Wachstum der Exporte von 3,3 Prozent, gegenüber 6,9 Prozent in Asien. Für 2015 sind die Prognosen jeweils 4,3 gegenüber 7,2 Prozent.

SDA/ldc

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