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Das Immobiliendoping der Schweiz

Der Immobilienmarkt hält manche Gemeinde finanziell über Wasser. Doch die Abhängigkeit der Schweiz vom Immobilienboom geht noch viel tiefer, wie eine Analyse zeigt.

Wohnvermögen als volkswirtschaftliches Aufputschmittel: Ein- und Mehrfamilienhäuser in Zuoz/GR.
Wohnvermögen als volkswirtschaftliches Aufputschmittel: Ein- und Mehrfamilienhäuser in Zuoz/GR.
Keystone

1,2 Prozent Wachstum werden hierzulande verzeichnet, versus 0,9 Prozent Kontraktion in der Eurozone. 0,4 Prozent Staatsüberschuss stehen 3,7 Prozent Defizit gegenüber. 3,1 Prozent Arbeitssuchende gibt es hier, 12,0 Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit in Europa. Auch gegenüber den direkten Nachbarstaaten Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien schwingt die Schweiz obenaus. Zwischen 0,7 und –2,8 Prozent Wachstum werden dort verzeichnet, zwischen 73 und 127 Prozent des BIP beträgt die Staatsverschuldung. Etwas über 40 Prozent sind es in der Schweiz. Die Zahlen geben Grund zur Freude – und sind gleichzeitig Anlass zur Sorge. Denn die Hochform, in der sich die Schweiz trotz starkem Franken befindet, ist je nach Betrachtungsweise eben genau das: ein konjunkturelles Hoch in einem mehrjährigen, durch die Finanzkrise überlagerten Zyklus. Die Schweiz ist high, könnte man sagen.

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