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Chinas Wachstum sinkt auf tiefsten Stand seit 1991

Das Wirtschaftswachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft geht auf 7,5 Prozent zurück. Dies hat auch Auswirkungen auf den Rest der Welt.

Die Exporte Chinas gingen im Juni zurück: In Qingdao, in der Provinz Shandong, wird ein Cargo-Schiff beladen. (10. Juli 2013)
Die Exporte Chinas gingen im Juni zurück: In Qingdao, in der Provinz Shandong, wird ein Cargo-Schiff beladen. (10. Juli 2013)
Reuters

Das chinesische Wirtschaftswachstum ist auf den tiefsten Stand seit 1991 gefallen. Das Plus betrug im abgelaufenen Quartal 7,5 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Abgeschwächt haben sich demnach die Industrieproduktion, die Investitionstätigkeit sowie weitere wichtige Indikatoren.

Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem sich die Konjunktur der weltweit zweitgrössten Wirtschaftsmacht abschwächt. «Das ist ein gefährliches Zeichen», sagte der Analyst von IHS Global Insight, Xianfang Ren.

Auswirkungen auf den Rest der Welt

Als Ziel für das Gesamtjahr 2013 hat die neue kommunistische Führung ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent ausgegeben. Die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagt dem Land ein Konjunkturplus von 7,8 Prozent voraus. Im April hatte die IWF-Schätzung aber noch bei 8,1 Prozent gelegen.

Die abgekühlte chinesische Konjunktur hat merkliche Auswirkungen auf den Rest der Welt. So haben sich etwa die Preise für wichtige Rohstoffe wie Eisenerz zuletzt abgeschwächt. Auch die deutsche Exportindustrie, für die China ein wichtiger Absatzmarkt ist, muss sich womöglich auf weniger starke Zuwächse einstellen als zuletzt.

Komplexe Lage

Statistikamt-Sprecher Sheng Laiyuan sagte in Peking: «Die grossen Indikatoren sind in dem von uns angestrebten Bereich, aber wir haben es mit einer komplexen Lage zu tun.» Vorrangiges Ziel sei es, «Restrukturierung zu fördern» und mehr aus der «treibenden Kraft» des Marktes zu machen.

Die chinesische Regierung geht derzeit gegen einen Kredit-Boom vor und hat auch eine Reihe von Reformen angekündigt. Sie strebt ein nachhaltigeres, vom heimischen Konsum angetriebenes Wachstum an anstelle eines, das auf aggressiven Exporten und Investitionen basiert.

AP/chk/bru

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