Zum Hauptinhalt springen

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,5 Prozent

In der Schweiz ist die Zahl der Arbeitslosen im September weiter zurückgegangen. In der Deutschschweiz ist die Situation am erfreulichsten.

Mehr Arbeit: Am Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Sargans im Kanton St. Gallen.
Mehr Arbeit: Am Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Sargans im Kanton St. Gallen.
Keystone

Der Schweizer Arbeitsmarkt erweist sich als überraschend robust. Im September ist die Zahl der Arbeitslosen weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.

Damit fiel die Arbeitslosenquote in der Schweiz wieder auf das Niveau vom Frühsommer 2009, bevor sie im vergangenen Herbst und Winter auf bis zu 4,5 Prozent stieg. Seit nunmehr neun Monaten sind die Arbeitslosenzahlen rückläufig.

Besser als erwartet

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im September sei erfreulich, erklärte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Zahlen reflektierten die gute wirtschaftliche Verfassung der Schweiz. Der Aufschwung sei in diesem Jahr kräftig gewesen, insbesondere in der Industrie.

Insgesamt waren Ende September 140'040 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos registriert. Das waren 2839 weniger als im Vormonat. Innert Jahresfrist nahm die Zahl der Arbeitslosen um 14'369 ab. Rückläufig war auch die Zahl der Jugendlichen ohne Job: Bei den 15- bis 24-Jährigen sank die Arbeitslosenquote innert Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 5,4 Prozent gelegen.

Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit sei signifikant, erklärte Gaillard. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 20 Prozent zurück gegangen. Für Jugendliche, die die Schule oder ihre Ausbildung abschlössen, sei die Situation heute sogar besser als in Zeiten der Hochkonjunktur. Das Seco erwartet, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit in den nächsten Monaten weiter abschwächt.

Erneut waren Ausländerinnen und Ausländer mit einer Quote von 6,6 Prozent deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Schweizerinnen und Schweizer (2,6 Prozent). In der Deutschschweiz lag die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent, in der Westschweiz und im Tessin bei 5,1 Prozent.

Weiter optimistisch

Wie das Seco weiter mitteilte, wurde im Juli - aktuellere Zahlen liegen nicht vor - deutlich weniger Kurzarbeit geleistet als im Vormonat. Insgesamt waren 9737 Personen (-41,7 Prozent) betroffen. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit verringerte sich auf 1242 (- 30,6 Prozent), die Zahl der ausgefallenen Arbeitsstunden fiel auf 514'099 (-39,5 Prozent). Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Juli 2010 ausgeschöpft hatten, auf 2370 Personen.

Für Oktober gibt sich das Seco optimistisch. Es wird mit stabilen Arbeitslosenzahlen gerechnet. Aus saisonalen Gründen wird aber die Arbeitslosigkeit im Winter aber ansteigen. Für 2010 erwartet das Seco unverändert eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Für 2011 rechnet das Seco mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent.

In den nächsten Monaten dürfte sich die Konjunktur nach Ansicht des Seco eher abschwächen. Für 2011 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent gerechnet. Ein Grund für die Verlangsamung des Wachstums dürfte der starke Franken sein, der die Exportindustrie belastet.

SDA/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch