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«Ansehen ist wichtiger als Geld»

Der Zürcher Ökonomieprofessor Bruno S. Frey tritt gegen Boni und für Mitbestimmung ein. Dass er wegen Mehrfachpublikation von Forschungsergebnissen in Ungnade gefallen ist, versteht er nicht.

«Ich bin überzeugt, dass die EU als dezentrale Gemeinschaft besser funktionieren würde»: Bruno S. Frey im Institut für Volkswirtschaftslehre der Uni Zürich. Foto: Sophie Stieger
«Ich bin überzeugt, dass die EU als dezentrale Gemeinschaft besser funktionieren würde»: Bruno S. Frey im Institut für Volkswirtschaftslehre der Uni Zürich. Foto: Sophie Stieger

Sie erforschen das Verhalten von Menschen seit vierzig Jahren. Was ist Ihr wichtigster Befund? Dass es ein Irrtum ist, zu glauben, die Leute würden sich mehr einsetzen, wenn sie mehr Geld verdienen. Darauf baut das Konzept des Leistungslohns auf. Es wird heute Bonus genannt und ist weit verbreitet. Dabei taugt es in dieser radikalen Form leider nicht. Wer Mitarbeiter streng nur nach Leistung entlöhnt, nimmt ihnen früher oder später die Motivation und Freude an der Arbeit.

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