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Am G-20-Gipfel werden den Bankern die Zügel gelockert

Überraschender Entscheid am G-20-Gipfel: Entgegen dem Trend der strengen Bankenregulierung sollen Bankenaufseher nun plötzlich mehr Spielraum erhalten.

Auch die Schweizer Banken dürften zur Gruppe der «systemrelevanten» Banken gehören: Paradeplatz in Zürich.
Auch die Schweizer Banken dürften zur Gruppe der «systemrelevanten» Banken gehören: Paradeplatz in Zürich.
Keystone

Die nationalen Bankenaufseher sollen bei der Überwachung grosser Finanzinstitute mehr Spielraum bekommen als erwartet. Die führenden Staats- und Regierungschefs billigten am G-20-Gipfel in Seoul abgemilderte Vorschläge des Finanzstabilitätsrats (FSB).

Mitte 2011 soll feststehen, wer zur Gruppe stark vernetzter und somit «global systemrelevanter» Banken (G-SIFI) gehört, deren Zusammenbruch das gesamte Finanzsystem ins Wanken brächte. Den regulatorischen Rahmen für den Umgang mit ihnen wollen der FSB und die Bankenaufseher im Basler Ausschuss bis Dezember 2011 festsetzen, ein halbes Jahr später als geplant.

Mehr Eigenkapital in der Bilanzsumme

Institute, die eindeutig als global systemrelevant eingestuft werden, müssen nach dem Willen des FSB auf jeden Fall mehr Eigenkapital im Verhältnis zu ihrer Bilanzsumme vorhalten als andere. Mit welchen Auflagen ihnen straffere Zügel angelegt werden sollen, können die Aufseher in den einzelnen Ländern aber weitgehend selbst entscheiden.

Nicht alle systemrelevanten Banken könnten über einen Kamm geschoren werden, heisst es in der am Freitag veröffentlichten Erklärung des FSB. Zu unterschiedlich seien die Geschäftsmodelle und damit ihr Risiko für das Weltfinanzsystem.

SDA/mrs

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