SNB warnt erneut vor einer Immobilienblase

Die Immobilienpreise steigen zwar nicht mehr so schnell wie auch schon. Die Schweizerische Nationalbank will aber keine Entwarnung geben. Es gebe nach wie vor Anzeichen von Überbewertungen.

Überhitzter Markt: Baustelle eines Einfamilienhauses in Schindellegi im Kanton Schwyz. (Archivbild)

Überhitzter Markt: Baustelle eines Einfamilienhauses in Schindellegi im Kanton Schwyz. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht auf dem schweizerischen Hypothekar- und Immobilienmarkt für Wohneigentum Anzeichen von Überbewertungen in einigen Regionen und Segmenten. Im zweiten Quartal 2012 habe es jedoch einzelne Hinweise auf eine mögliche Verlangsamung dieser Dynamik gegeben, heisst es in einer Mitteilung. Zudem seien Anfang Juni eine Verschärfung der Eigenmittelanforderungen für Hypothekarkredite sowie eine Revision der Selbstregulierung im Hypothekarbereich angekündigt worden.

Beide Massnahmen bezweckten eine dämpfende Wirkung auf die Immobilienpreise. Aufgrund dieser Elemente habe die SNB entschieden, dem Bundesrat zurzeit keinen Antrag auf Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers zu stellen. Laut SNB ist vor Anfang 2013 mit keiner Aktivierung zu rechnen.

Die SNB will ihren Entscheid allerdings nicht als Entwarnung verstanden wissen. Aufgrund des weiterhin ausserordentlich tiefen Zinsniveaus und der Anzeichen eines tendenziell hohen Risikoappetits bei der Vergabe von Hypothekarkrediten bleibe die Gefahr eines weiteren Aufbaus der Fehlentwicklungen gross.

bru/sda

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