Japanischer Exportzuwachs treibt Asiens Börsen an

Sieben Monate nach dem Tsunami erholt sich Japans Exportindustrie rasant. Die Regierung spricht von einem Zuwachs von 2,4 Prozent. Der Nikkei reagierte sofort und legte zum Wochenstart 1,9 Prozent zu.

Hoffnungen auf eine Lösung der Euro-Schuldenkrise haben die Börsen in Asien gestützt. Der Aktienmarkt in Tokio schloss heute mit deutlichen Gewinnen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg um 1,9 Prozent auf 8843,98 Punkte. Der breit gefasste Topix legte um 1,51 Prozent auf 755,44 Punkte zu.

Europäische Regierungschefs hatten am Wochenende auf ihrem Gipfel-Marathon von Fortschritten auf dem Weg zu einer Lösung für die Euro- Schuldenkrise gesprochen. Das habe zur Stimmungsaufhellung beigetragen, hiess es von Börsenhändlern. Auch an den Börsen in Hongkong und Südkorea zogen die Aktienkurse deutlich an.

Steigende Exportzahlen

Der weitere Anstieg der Exporte Japans nach den Natur- und Atomkatastrophen im Frühjahr wurde zudem am Markt in Tokio positiv aufgenommen. Die Exporte stiegen im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent. Das japanische Finanzministerium sah darin ein Zeichen für die Erholung von den Folgen des Megaerdbebens und des Tsunamis im März dieses Jahres.

Im August lag das Plus noch bei 2,8 Prozent. Die Zahlen deuten aber dennoch daraufhin, dass sich die Erholung der japanischen Wirtschaft im dritten Quartal fortgesetzt hat. Experten erwarten aber im vierten Quartal eine Abkühlung.

Der Umfang der Exporte lag demnach bei 5,98 Billionen Yen (69,4 Milliarden Franken), die Importe stiegen um zwölf Prozent auf 5,68 Billionen Yen (66 Milliarden Franken). Nach dem Erdbeben vom 11. März waren Japans Exporte fünf Monate in Folge zurückgegangen.

kpn/dapd

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