China überweist 4 Milliarden nach Argentinien

Lichtblick für das vom Staatsbankrott bedrohte Argentinien: Der chinesische Präsident Xi Jinping will das Land mit 4,2 Milliarden Franken unterstützen.

Ein Prosit auf erfolgreiche Zusammenarbeit: Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und Chinas Präsident Xi Jinping bei einer gemeinsamen Feier in Buenos Aires. (18. Juli 2014)

Ein Prosit auf erfolgreiche Zusammenarbeit: Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und Chinas Präsident Xi Jinping bei einer gemeinsamen Feier in Buenos Aires. (18. Juli 2014)

China hilft dem von der Staatspleite bedrohten Argentinien mit Milliardeninvestitionen aus. Präsident Xi Jinping kündigte bei seinem Besuch in Buenos Aires unter anderem Investitionen von 4,7 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Franken) für den Bau zweier Wasserkraftwerke an.

Weitere zwei Milliarden Dollar sollen in die Modernisierung der argentinischen Eisenbahn fliessen. Mit einem Reservenaustausch der Zentralbanken (Swap) über 11 Milliarden US-Dollar (10 Milliarden Franken) verschafft China dem südamerikanischen Land ausserdem finanziellen Spielraum.

«Historischer Scheideweg»

Wegen des Schuldenstreits mit US-Hedgefonds ist Argentinien von den internationalen Kapitalmärkten derzeit weitgehend abgeschnitten. Der Aussenhandel Argentiniens wird von landwirtschaftlichen Produkten dominiert. China investiert auf der ganzen Welt seit Jahren massiv, um seine Versorgung mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln sicherzustellen.

«Unsere Länder befinden sich an einem historischen Scheideweg», sagte Xi am Samstag in Buenos Aires. «Vor zehn Jahren haben China und Argentinien eine strategische Partnerschaft geschlossen. Jetzt ist es an der Zeit, neue Perspektiven zu eröffnen.»

Xi und die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner unterzeichneten nach dem einstündigen Treffen in Buenos Aires 19 Abkommen zum Ausbau der bilateralen Beziehungen.

Xi hatte diese Woche am Gipfel der Brics-Gruppe in Brasilien teilgenommen. Der chinesische Staatschef reist von Buenos Aires weiter nach Venezuela und Kuba.

fko/sda

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