Arbeitslosigkeit in Europa sinkt auf Tiefstand

Während die Arbeitslosenquote fällt, steigt die Inflation. Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind erneut gestiegen.

Die Arbeitslosenquote für den Euroraum (rot) und die EU28 (blau). Grafik: Eurostat

Die Arbeitslosenquote für den Euroraum (rot) und die EU28 (blau). Grafik: Eurostat

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Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone verharrt auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 2008. Das Statistikamt Eurostat bezifferte sie am Mittwoch für September auf 8,1 Prozent.

Damit lag sie auf dem gleichen Niveau wie im August und deutlich unter den 8,9 Prozent aus dem September 2017. Insgesamt waren in den 19 Ländern der Euro-Zone 13,15 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet.

Die niedrigsten Quoten wurden in Tschechien, Deutschland und Polen registriert, die höchsten in Griechenland und Spanien. Grafik: Eurostat

Verbraucherpreise steigen weiter

Deutlich höhere Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone im Oktober steigen lassen. Die Lebenshaltungskosten für Verbraucher in der Währungsunion stiegen um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg am Mittwoch mit Verweis auf eine erste Schätzung mitteilte. Im September hatte die jährliche Inflationsrate in der Währungsunion bei 2,1 Prozent gelegen.

Die Energiepreise kletterten den Statistikern zufolge im Oktober in den 19 Euro-Staaten um 10,6 Prozent. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak wurden 2,2 Prozent teurer. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,5 Prozent, Industriegüter um 0,4 Prozent.

In Deutschland stiegen die Preise im Oktober schneller als in den anderen Euro-Ländern. Das Statische Bundesamt hatte am Dienstag mitgeteilt, dass es für Oktober von einer Preissteigerung von 2,5 Prozent ausgeht. Die Europäische Zentralbank strebt eine durchschnittliche Inflation von knapp zwei Prozent als Zielmarke an, bei der aus ihrer Sicht die Preisstabilität gewahrt ist.

(oli/sda)

Erstellt: 31.10.2018, 15:58 Uhr

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