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Konjunktur und Tarifabschlüsse verteuern deutsche Industriearbeit

Berlin Die boomende Konjunktur und starke Lohnerhöhungen haben die Arbeitskosten der deutschen Industrie deutlich nach oben getrieben.

Im vorigen Jahr verteuerte sich eine Arbeitsstunde um 3,5 Prozent auf durchschnittlich 35,66 Euro, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Dienstag mitteilte. Die Arbeitskosten hätten erstmals seit der Jahrtausendwende deutlich stärker zugelegt als bei der Konkurrenz im Ausland, hiess es in einer Mitteilung vom IW. Höher waren die Kosten für einen Arbeitnehmer nur in Norwegen, Schweden, Dänemark, Belgien, Frankreich und in der Schweiz. Das IW bezeichnete die industriellen Arbeitskosten als wichtige Grösse im internationalen Konkurrenzkampf. Denn die deutschen Exporte bestünden zu 86 Prozent aus Industriegütern. Hier hätten die Kosten schon immer auf einem hohen Niveau gelegen, doch im vergangenen Jahrzehnt sei der Kostendruck deutlich niedriger gewesen als im Ausland. Seit 2000 stiegen die Arbeitskosten deshalb nur um etwa zwei Prozent pro Jahr und damit deutlich langsamer als in allen anderen Ländern abgesehen von Japan und der Schweiz.» 2011 habe sich das Bild aber gedreht. Die gute Konjunktur und der Fachkräftemangel bescherten den deutschen Arbeitnehmern ordentliche Lohnerhöhungen. Nur ein Bruchteil der deutschen Arbeitskosten fällt in boomenden Schwellenländern wie Brasilien und Russland an. Chinesische Industriebetriebe etwa zahlten pro Stunde nur etwas mehr als drei Euro, erklärten die IW-Forscher.

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