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Katar: Öl-Staaten können trotz Libyen-Ausfällen genug liefern

Doha Das Emirat Katar hat versucht, Sorgen über Öl- Lieferengpässe durch Exportausfälle aus dem von Unruhen erschütterten Libyen zu dämpfen.

Es gebe keinen Grund, nervös zu sein, sagte der Energieminister des Golfstaats, Mohammed Saleh al- Sada am Sonntag. Die ölproduzierenden Staaten könnten ausreichend Öl zur Verfügung stellen. Wegen der Proteste in Libyen waren Befürchtungen vor einem stockenden Ölnachschub aufgekommen. Der Ölpreis war in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert. Spekulationen über ein mögliches Übergreifen der Proteste auf weitere Ölförderstaaten in der arabischen Welt verunsicherten die Investoren zusätzlich. Ölförderung massiv gesunken Die Förderung an einigen ostlibyschen Ölfeldern ist einem Manager zufolge nach den jüngsten Unruhen um mehr als die Hälfte zurückgegangen. «Wir haben die Produktion auf ein Minimum heruntergefahren», sagte am Samstag der Mitarbeiter am Misla-Feld, der seinen Namen nur mit Hossam angab. Auf den nahe gelegenen Feldern Sarir und Nafura sei die Lage ähnlich, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon. Sicherheitsprobleme gebe es nicht: «Wir arbeiten als ein Team, als ein libysches Volk, die Arbeiter und die Armee, um die Ölfelder und die Infrastruktur zu sichern.» Nach Angaben aus der Ölindustrie ausserhalb Libyens sind die Exporte aus dem zwölftgrössten Förderland der Erde seit dem Beginn des Aufstandes gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi praktisch zum Erliegen gekommen. Libyen ist für zwei Prozent der weltweiten Produktion verantwortlich. Der grösste Teil der Felder liegen im Osten des Landes, über den Gaddafi die Kontrolle verloren hat.

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