Zum Hauptinhalt springen

Italienisches Parlament setzt bei sich den Rotstift an

Rom Unter dem Druck des milliardenschweren Sparplans zur Eindämmung der hohen Staatsschuld Italiens wird auch des Parlament auf Diät gesetzt.

Der Senat hat am Mittwoch für die Jahre bis 2013 Einsparungen von 120 Millionen Euro beschlossen. Die Ausgabenkürzungen betreffen die Gehälter des Personals sowie die Mieten für Büros und Dienstautos. In den vergangenen Tagen hatte die Abgeordnetenkammer bereits Ausgabenkürzungen in Höhe von 150 Millionen Euro zugestimmt. Auch Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte in seinem Sitz, dem Quirinal, Einsparungen von 15 Millionen Euro angekündigt. Unter dem Druck einer massiven Protestwelle im Internet gegen die Privilegien der italienischen Parlamentarier will die italienische Regierung die Kosten des politischen Systems drastisch reduzieren. In Italien beziehen fast 500'000 Menschen ihr Gehalt aus der Politik: 180'000 als Parlamentarier, Regional-, Provinz-, Gemeinde- und Bezirksräte; der Rest als Berater und Mitarbeiter dieser Räte. In Italien tobt derzeit eine heftige Debatte über die Privilegien der «Kaste» der Parlamentarier, die zu den weltweit bestbezahlten Politikern zählen. Wütende Italiener bemängeln, dass die Politiker nur minimal vom milliardenschweren Sparpaket zur Eindämmung der Staatsschulden betroffen seien, das die Regierung vergangene Woche verabschiedet hat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch