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Italien muss hohe Zinsen für frisches Kapital zahlen

Das hochverschuldete Euro-Land Italien hat am Dienstag abermals deutlich erhöhte Zinsen für frisches Kapital zahlen müssen.

Die eine Auktion neuer Staatsanleihen wurde am Dienstag an den Finanzmärkten aber erleichtert aufgenommen. Grund: Die Nachfrage war robust, der gefürchtete Käuferstreik blieb aus. Gleichwohl muss Italien immer höhere Zinsen zahlen, um die Titel bei den Investoren unterzubringen. Nach Zahlen der nationalen Notenbank nahm der italienische Staat mit drei Anleihe-Auktionen insgesamt 7,5 Milliarden Euro ein. Die Summe lag am oberen Ende der geplanten Spanne von 5,5 bis 8 Milliarden Euro. Die neuen Papiere laufen bis 2014, 2020 und 2022. Die Renditen stiegen aber bei allen Laufzeiten kräftig an und lagen allesamt deutlich über der kritischen Grenze von 7 Prozent. Bei diesem Zinsniveau mussten die Euro-Länder Griechenland, Irland und Portugal mit Finanzhilfen gerettet werden. Besonders tief musste Italien für kurzfristiges Kapital in die Tasche greifen. Hier stieg die Rendite mit 7,89 Prozent auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro und gefährlich nah an die Schwelle von 8 Prozent. Die Zinsen für zehnjährige griechische Staatsanleihen stiegen auf den neuen Rekordwert von 31,643 Prozent. Dagegen gingen die Renditen für belgische zehnjährige Staatsanleihen deutlich zurück. Nach einem steilen Anstieg vergangener Woche auf 5,784 Prozent notierten sie Dienstagnachmittag bei 5,402 Prozent. Die Situation bei Staatsanleihen entspannte sich in den meisten Euro-Ländern etwas. Neben Griechenland und Italien verzeichnete nur Portugal einen Zinsanstieg auf 13,506 Prozent. Die deutschen Papiere blieben mit 2,317 Prozent im Lauf des Tages relativ stabil.

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