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Irland weist Gerüchte über Antrag auf EU-Hilfen kategorisch zurück

Dublin Irland hat am Freitag kategorisch Gerüchte zurückgewiesen, Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt zu haben.

«Der Staat ist bis Juni komplett finanziert und wir haben ausreichende Reserven», sagte Finanzminister Brian Lenihan am Freitag. Sein Land sei daher «gar nicht in einer Situation, in der es den Rettungsschirm anrufen muss». «Warum sollte man unter diesen Umständen solch eine Hilfe beantragen. Das hat keinen Sinn», hob Lenihan in einem Interview mit dem irischen Radiosender RTE hervor. Auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker erklärte, Irland habe bisher keinen Hilfeantrag gestellt. «Momentan hat Irland nicht um Hilfe gebeten, und ich habe keinen unmittelbaren Grund zu glauben, dass Irland fragen wird», sagte der Luxemburger Regierungschef. Lenihan und Juncker reagierten auf Marktgerüchte vom Freitag, Irland habe bereits Hilfen aus dem EU-Rettungsschirm beantragt. Investoren hatten am Donnerstag offenbar in Frage gestellt, ob der EU-Staat noch in der Lage ist, seine Staatsschulden zurückzuzahlen. Die Renditen für irische Staatsanleihen waren auf über 8 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit der Einführung des Euro 1999. Grund war offenbar die Angst der Investoren vor einem Schuldenschnitt - dann würden Gläubiger bei einer Zahlungsunfähigkeit Irlands teilweise leer ausgehen.

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