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Industrieländer dringen auf EZB-Einsatz in Eurokrise

Frankfurt Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) drängt die EZB in der Euro- Krise zu einem Hilfseinsatz.

OECD-Chef Angel Gurria verlangte einen Tag vor der EZB-Ratssitzung Unterstützung für Länder, die ins Visier der Märkte geraten sind. Ein Rettungsprogramm, das die Europäische Zentralbank (EZB) zur Bedingung für Anleihenkäufe macht, sei durchaus «eine Option» für Spanien, sagte Gurria am Mittwoch im spanischen Rundfunk. Laut Italiens Ministerpräsident Mario Monti bietet das Mandat der EZB durchaus Spielraum für Interventionen zur Senkung der Renditeaufschläge klammer Staaten. EZB-Chef Mario Draghi hat Interventionen am Anleihenmarkt in Aussicht gestellt, falls Länder wie Spanien zuvor Hilfen beim Euro- Rettungsfonds beantragen und sich Reformauflagen unterwerfen. Nähere Details dazu erwarten Experten von der Pressekonferenz Draghis nach der Zinssitzung am Donnerstag in Frankfurt. Auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker wird an der Ratssitzung teilnehmen. Dort will Juncker die Analyse der Eurogruppe zur wirtschaftlichen und finanziellen Situation im Währungsraum erläutern. Jüngste Daten zeigen, dass der Währungsraum konjunkturell in immer schwierigeres Fahrwasser gerät. Merkel reist nach Madrid Das tief in der Rezession steckende Spanien leidet zudem unter dem Vertrauensverlust der Investoren, die hohe Risikoaufschläge für Schuldtitel des Landes verlangen, das mit Defizitproblemen kämpft. Das Land hat sich bereits eine Kreditlinie über 100 Milliarden Euro für seine angeschlagenen Banken gesichert. Mit weitreichenden Einsparungen sowie Steuererhöhungen will die Regierung in Madrid die Defizit-Ziele erreichen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am Donnerstag Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy in Madrid. Dabei geht es nach Angaben von Merkels Sprecher um europapolitische Themen und die Lage in Spanien. «Die Bundesregierung hat tatsächlich die feste Überzeugung, dass das, was die Regierung Rajoy tut, geeignet ist, um das Land auf Dauer auf einen besseren Weg zu bringen», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

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