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Immer mehr Schweizer haben chinesische Chefs

Die Zahl der Angestellten von chinesischen Firmen in der Schweiz ist stark gestiegen. Und: Kein anderes Land hat mehr ausländische CEOs.

Der Flugzeug-Dienstleister SR Technics wurde 2016 von einer chinesischen Firmengruppe übernommen.
Der Flugzeug-Dienstleister SR Technics wurde 2016 von einer chinesischen Firmengruppe übernommen.
Keystone

In der Schweiz arbeiten immer mehr Beschäftigte für einen chinesischen Arbeitgeber. Im Gegensatz dazu haben französische Multis immer weniger Mitarbeitende in der Schweiz auf ihrer Lohnliste.

2017 waren laut einer am Montag vom Bundesamt für Statistik (BfS) veröffentlichten Studie 46'614 Firmen Teil eines multinationalen Unternehmens. Diese beschäftigten 1,8 Millionen Menschen oder etwas mehr als ein Drittel der gesamten Beschäftigten im Lande.

Über den Zeitraum von 2014 bis 2017 kam es gemäss BfS aber zu bedeutenden Verschiebungen zwischen den Sitzländern der ausländisch kontrollierten Multinationalen. So versiebenfachte sich, nämlich von 1'815 auf 13'965, die Anzahl Arbeitsplätze von Unternehmen unter chinesischer Kontrolle.

Deutsche Unternehmen immer noch an der Spitze

Ein Anstieg der Beschäftigten war ebenfalls in Unternehmen unter britischer, beziehungsweise liechtensteinischer Kontrolle zu verzeichnen (14,1 Prozent bzw. 16,9 Prozent; mittlere jährliche Wachstumsraten 2014-2017). Abgenommen hat dagegen die Beschäftigung von Tochterunternehmen französischer Multinationaler (-6,1%).

Die Zusammensetzung und Rangfolge der drei wichtigsten Sitzländer blieb zwischen 2014 und 2017 unverändert. 2017 waren mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in ausländischen Unternehmensgruppen einem der Top-3-Länder Deutschland (24,8%), Vereinigte Staaten (18,5%) und Frankreich (12,4%) zuzurechnen.

Die Mehrheit der hiesigen CEO kommt aus dem Ausland

Kein anderes Land hat laut einer Studie so viele ausländische Konzernchefs wie die Schweiz. Die Personalberatung Heidrick & Struggles untersuchte die CEO börsenkotierter Unternehmen in 13 Ländern.

Nur hierzulande sind die ausländischen CEO in der Mehrheit: 52 Prozent von ihnen stammen aus dem Ausland, wie Heidrick & Struggles am Montag mitteilte. Vor einem Jahr, als die Biografien der Schweizer Führungskräfte erstmals ausgewertet wurden, waren es mit 49 Prozent noch knapp die Hälfte.

Zum Vergleich: In Grossbritannien beträgt der Anteil der im Ausland geborenen CEO 43 Prozent, in den Niederlanden 40 Prozent. Noch grösser ist der Anteil der Inländer in Frankreich mit 88 Prozent, in den USA mit 90 Prozent und in Portugal mit 100 Prozent sogar ausschliesslich.

«Der hohe Anteil an ausländischen CEO spiegelt die globale Tätigkeit vieler hiesigen Unternehmen sowie den überschaubaren Arbeitsmarkt der Schweiz wider», lässt sich Michael Oberwegner, Managing Partner bei Heidrick & Struggles, in der Mitteilung zitieren.

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SDA/hvw

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