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Hildebrand: «Aus geldpolitischer Sicht hat Handlungsbedarf bestanden.»

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Mittwoch Massnahmen gegen den starken Franken ergriffen.

Ihr Präsident Philipp Hildebrand hat sich gegenüber dem Schweizer Fernsehen (SF) dazu geäussert. Konkret bestehen die Massnahmen darin, den Dreimonats-Libor von 0 bis 0,75 Prozent auf 0 bis 0,25 Prozent sowie den Girobestand der Banken von 30 Milliarden Fr. auf 80 Milliarden Fr auszuweiten. Als Erklärung für das Eingreifen der Nationalbank nannte Hildebrand im Interview mit der Tagesschau die Schuldenprobleme in den USA und Europa, die zu einer massiven Überbewertung des Schweizer Frankens geführt hätten. Ebenso habe sich das internationale Umfeld konjunkturell dermassen abgeschwächt, dass die Schweizer Wirtschaft dadurch gefährdet sei. «Aus geldpolitischer Sicht hat Handlungsbedarf bestanden», sagte Hildebrand. Auf die Frage, ob das Handeln der Nationalbank auf Druck von Politikern und Unternehmern erfolgt sei, erklärte Hildebrand: «Die Nationalbank handelt, wenn sie handeln muss.» Dass es in diesen schwierigen Zeiten eine rege Diskussion über mögliche Interventionen der Nationalbank gäbe, sei normal. «Wir werden auch in Zukunft dann handeln, wenn wir es als richtig erachten», führte der Präsident der Nationalbank weiter aus. In Bezug auf die derzeitige Euroschwäche meinte Hildebrand es sei wichtig, die Geldpolitik als langfristiges Geschäft zu betrachten und die Marktentwicklung nicht von einem Tag auf den andern zu beobachten.

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