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Grossbritannien leitet nach Skandal Reform des Libor-Zinses ein

London Der Banken-Referenzzinssatz Libor muss im Zuge des Manipulationsskandals nach Ansicht der britischen Finanz- Aufsicht reformiert oder ersetzt werden.

Der Zinssatz könne seiner Funktion nach dem Glaubwürdigkeitsverlust nicht mehr gerecht werden, erklärte die Financial Services Authority (FSA) am Freitag. Die Behörde schlägt zur Reform vor, in einigen Fällen andere Zinssätze zu nutzen sowie die Erstellung des Satzes zu verändern. Auch eine ganze Reihe anderer in der Finanzwelt wichtige Referenzsätze - etwa für den Ölmarkt, Gold und Aktien - würden derzeit unter die Lupe genommen, erklärte FSA-Chef Martin Wheatley. Sie sollten seinen Vorschlägen zufolge in Zukunft weniger von Einschätzungen abhängen und stattdessen eher auf realen Transaktionen basieren. Den Libor sollen insgesamt mehr als ein Dutzend Banken in den Jahren 2005 bis 2009 zu ihrem eigenen Vorteil manipuliert haben. Der Referenzsatz wird einmal täglich in London in verschiedenen Währungen ermittelt und liegt unzähligen Finanztransaktionen am Markt zugrunde. Der Satz beruht auf den von den Banken gemeldeten Refinanzierungskosten.

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