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Gewinn von Raiffeisen Bank International bricht ein

Wien Der Gewinn der Raiffeisen Bank International hat sich im zweiten Quartal wegen einer höheren Vorsorge für faule Kredite mehr als halbiert.

Unter dem Strich stand ein Plus von 160 Millionen nach 345 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Trotz des starken Rückgangs schnitt die Bank damit etwas besser ab als Analysten erwartet hatten. Für das zweite Halbjahr rechnet das Institut mit einem weiteren «leichten Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite», hiess es in der Mitteilung. In der Raiffeisen Bank International hat die Raiffeisen- Bankengruppe ihr Geschäft mit grossen Firmenkunden gebündelt. Das Institut ist in Osteuropa in grossen Märkten wie Russland, Polen, Ungarn, Rumänien und einer Reihe kleinerer Staaten tätig. Durch die dort teilweise schrumpfende Wirtschaft laufen auch die Geschäfte von Firmen schlechter - daher müssen Banken höherer Vorsorgen für faule Kredite bilden. Im Kerngeschäft kam die Raiffeisen Bank International im zweiten Quartal nicht vom Fleck: Wegen der niedrigen Zinsen sank der Zinsüberschuss. Ebenso gingen Provisionsgewinn und Handelsergebnis leicht zurück. Besserung ist im restlichen Jahresverlauf nicht in Sicht. Allerdings wachsen die Länder in Osteuropa im Durchschnitt weiterhin stärker als die meisten Staaten in Westeuropa. Darum halten die österreichischen Banken, die zu den grössten Kreditgebern in der Region zählen, an ihren Töchtern in Zentral- und Osteuropa fest.

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