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Gewerkschafter drucken «Tausendernoten» vor der Nationalbank

Die Schweizer Gewerkschaften verlangen schärfere Massnahmen gegen die Frankenspekulation.

Rund hundert Gewerkschafter untermauerten diese Forderung am Dienstag mit einer symbolischen Aktion vor dem Gebäude der Nationalbank in Bern. Sie druckten Tausendernoten mit dem Bild eines Weckers, der auf fünf vor zwölf steht. Schliesslich dränge die Zeit, hiess es zur Begründung. Die Nationalbank müsse rasch eine Untergrenze gegenüber dem Euro einführen und verteidigen. Unter Berücksichtigung der Kaufkraft der Währungen liege diese Untergrenze bei rund 1,40 Franken pro Euro, findet der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Bleibe der Franken massiv überbewertet, drohe der Schweiz eine schwere Rezession, mahnte der SGB. Das Zaudern der Behörden gefährde mehr als 100'000 Arbeitsplätze und erhöhe den Lohndruck. Doch die Arbeitnehmer seien nicht bereit, nach der Finanzkrise ein weiteres Mal für die Fehler der Politik zu zahlen. Nebst einer festen Wechselkurs-Untergrenze brauche es ein Verbot von «Euro-Löhnen» in der Schweiz, forderte Andreas Rieger, Co- Präsident der Gewerkschaft Unia. SGB-Vizepräsident Giorgio Tuti verlangt dringliche Massnahmen gegen die Frankenspekulation. Denkbar seien etwa Negativzinsen und eine Ausweitung der Stempelsteuer auf den Devisenhandel.

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