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Gewerkschaft sieht sozialen Frieden in Griechenland in Gefahr Arbeitslosigkeit soll 2013 auf bis zu 29 Prozent steigen

Athen Gewerkschaften in Griechenland rechnen damit, dass die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr auf 28 bis 29 Prozent steigt.

Der soziale Friede sei durch die harten Sparmassnahmen gefährdet, weil die Wirtschaft immer weiter abgewürgt werde. Dies sagte am Freitag der Chef des Arbeitsinstituts des grössten Gewerkschaftsverbandes (GSEE) im privaten Bereichs, Savvas Robolis, im griechischen Fernsehen. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote nach Berechnung der Statistikbehörde Elstat bei 23,1 Prozent. Die geplanten Kürzungen des 11,5 Milliarden Euro schweren neuen Sparprogramms, die die internationalen Kreditgeber diktieren, dürften die tiefe Rezession weiter verschärfen. Für 2013 wird mit einem weiteren Schrumpfen der Wirtschaft um 5,5 Prozent gerechnet. Das wäre dann das sechste Minus-Jahr in Folge. Tausende junge Griechen wandern mittlerweile aus. Vor allem nach Deutschland, Norditalien und Frankreich sowie nach Australien, berichtete am Freitag die Athener Zeitung «Ta Nea». Die Arbeitslosenquote habe bereits die Werte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erreicht. Damals wanderten fast 1,5 Millionen Griechen aus. Es waren hauptsächlich einfache Arbeiter, die in ihrer Mehrheit wieder zurückkehrten. Diesmal jedoch sei die Auswanderung viel schmerzhafter. Die neuen Auswanderer seien gut ausgebildete Fachkräfte, Ärzte, Ingenieure, Computerexperten und Fachpersonal im Bereich Gesundheit und Technik, hiess es im griechischen Radio.

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