Zum Hauptinhalt springen

100 Millionen unter Königen – Justiz ermittelt auch gegen Genfer Bank

Saudi-Monarch Abdullah überweist 100 Millionen auf das Schweizer Konto von Spaniens Regent Juan Carlos I. Geschenk oder Bestechung?

König Abdullah (r.) im Gespräch mit den spanischen König Juan Carlos I.
König Abdullah (r.) im Gespräch mit den spanischen König Juan Carlos I.
Keystone

Weshalb überweist der saudische dem spanischen König 100 Millionen Dollar? Diese Frage beschäftigt derzeit die Genfer Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt gegen drei Personen, darunter eine Ex-Geliebte von Juan Carlos I., der bis 2014 König von Spanien war.

Die Geschichte beginnt mitten in der weltweiten Finanzkrise 2008. Im August überweist der damalige saudische König Abdullah die 100 Millionen Dollar auf ein Konto bei der Bank Mirabaud in Genf. Das Konto lautete auf den Namen einer panamaischen Stiftung, deren einziger Begünstigter Juan Carlos I. war. Während sein Land unter der Wirtschaftskrise litt, profitierte der spanische König von der geheimen Kasse in Genf. Vier Jahre später liess er dann den Grossteil des Geldes, rund 65 Millionen Euro, an seine damalige Geliebte überweisen. Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein hielt das Geld von nun an auf einem Konto einer anderen Genfer Bank auf den Bahamas.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.