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Wer sich auf höhere Zinsen freut

Die Europäische Zentralbank hat vergangene Woche die Leitzinsen erhöht und damit die Zinswende eingeläutet. Der Zinsschritt ist erwartet worden und war damit in den Obligationenkursen bereits einkalkuliert.

Trotz insgesamt soliden Wirtschaftsdaten in unserem Land ist vorerst nicht davon auszugehen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre expansive Geldpolitik anpasst. Diese Haltung hat die Notenbank an der geldpolitischen Lagebeurteilung vom 17.März 2011 bekräftigt, und seither haben sich insbesondere in Bezug auf die Frankenstärke keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Umfragen bei Industrieunternehmen weisen auf teilweise substanzielle Margen-einbussen im Exportsektor hin; solange die mittelfristigen Inflationsrisiken moderat bleiben, dürfte die SNB wenig Anreiz haben, die Zinsen im Gleichschritt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erhöhen. Nachdem diese vergangene Woche die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben hat, wird zumindest die Reaktion im Eurokurs gegenüber dem Schweizer Franken hinsichtlich der SNB-Zinspolitik von grossem Interesse sein, obschon ein solches Ergebnis bereits grösstenteils im Markt eingepreist ist.
Trotz insgesamt soliden Wirtschaftsdaten in unserem Land ist vorerst nicht davon auszugehen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre expansive Geldpolitik anpasst. Diese Haltung hat die Notenbank an der geldpolitischen Lagebeurteilung vom 17.März 2011 bekräftigt, und seither haben sich insbesondere in Bezug auf die Frankenstärke keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Umfragen bei Industrieunternehmen weisen auf teilweise substanzielle Margen-einbussen im Exportsektor hin; solange die mittelfristigen Inflationsrisiken moderat bleiben, dürfte die SNB wenig Anreiz haben, die Zinsen im Gleichschritt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erhöhen. Nachdem diese vergangene Woche die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben hat, wird zumindest die Reaktion im Eurokurs gegenüber dem Schweizer Franken hinsichtlich der SNB-Zinspolitik von grossem Interesse sein, obschon ein solches Ergebnis bereits grösstenteils im Markt eingepreist ist.
zvg
Seit letztem Herbst steigen die Zinsen. So kletterte die Rendite einer Obligation der Eidgenossenschaft mit zehn Jahren Laufzeit zwischen August 2010 und heute von 1,13 auf rund 2,00 Prozent. Gemäss unseren Research-Spezialisten von Swiss Life Asset Management zeigt diese Entwicklung, dass die Zuversicht zum Wachstum der Weltwirtschaft zuletzt zunahm. Unser Konjunkturszenario spricht an sich für weiter steigende Zinsen bis Ende Jahr. Die Finanzmärkte schauen aber nicht nur auf den aktuellen Lauf der Wirtschaft. Andere Themen beherrschen heute die Überlegungen, so etwa   die Umwälzungen in Nahost und das Erdbeben in Japan mit seinen Folgen. Beide Ereignisse bergen das Risiko höherer Preise für Öl und Gas, was den Ausblick zum Wachstum der Wirtschaft trübt. Um der Gefahr einer rasch ansteigenden Teuerung entgegenzutreten, werden weitere Notenbanken der EZB darin folgen, ihre Leitzinsen moderat anzuheben,
Seit letztem Herbst steigen die Zinsen. So kletterte die Rendite einer Obligation der Eidgenossenschaft mit zehn Jahren Laufzeit zwischen August 2010 und heute von 1,13 auf rund 2,00 Prozent. Gemäss unseren Research-Spezialisten von Swiss Life Asset Management zeigt diese Entwicklung, dass die Zuversicht zum Wachstum der Weltwirtschaft zuletzt zunahm. Unser Konjunkturszenario spricht an sich für weiter steigende Zinsen bis Ende Jahr. Die Finanzmärkte schauen aber nicht nur auf den aktuellen Lauf der Wirtschaft. Andere Themen beherrschen heute die Überlegungen, so etwa die Umwälzungen in Nahost und das Erdbeben in Japan mit seinen Folgen. Beide Ereignisse bergen das Risiko höherer Preise für Öl und Gas, was den Ausblick zum Wachstum der Wirtschaft trübt. Um der Gefahr einer rasch ansteigenden Teuerung entgegenzutreten, werden weitere Notenbanken der EZB darin folgen, ihre Leitzinsen moderat anzuheben,
zvg
Die Zinsen dürften in den nächsten Jahren leicht ansteigen, und der zehnjährige «Eidgenosse» dürfte in zwei Jahren wieder gegen 3 Prozent erreichen. Wir rechnen mit diesem Anstieg, weil wir das wirtschaftliche Umfeld derzeit als positiv werten. In einer solchen Phase können die Zentralbanken mit leichten Zinserhöhungen – wie es die Europäische Zentralbank letzte Woche getan hat – die Inflationserwartungen auf einem akzeptablen Niveau halten.Wir glauben zwar nicht, dass die heimische Inflation zu einem Problem werden wird, doch muss die Nationalbank auch äussere Einflüsse – wie etwa die steigenden Rohstoffpreise – berücksichtigen.
Die Zinsen dürften in den nächsten Jahren leicht ansteigen, und der zehnjährige «Eidgenosse» dürfte in zwei Jahren wieder gegen 3 Prozent erreichen. Wir rechnen mit diesem Anstieg, weil wir das wirtschaftliche Umfeld derzeit als positiv werten. In einer solchen Phase können die Zentralbanken mit leichten Zinserhöhungen – wie es die Europäische Zentralbank letzte Woche getan hat – die Inflationserwartungen auf einem akzeptablen Niveau halten.Wir glauben zwar nicht, dass die heimische Inflation zu einem Problem werden wird, doch muss die Nationalbank auch äussere Einflüsse – wie etwa die steigenden Rohstoffpreise – berücksichtigen.
zvg
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Wenn die Zinsen steigen, werden zumindest die Lebensversicherer nicht unglücklich sein: Viele ihrer Produkte sind gerade wegen der tiefen Zinsen völlig unattraktiv. Zu denken sei etwa an die Einmalprämienversicherung: Bei diesem Typ zahlt man der Versicherung auf einen Schlag eine Prämie und erhält dann bei Ablauf nach x Jahren das Kapital zurückbezahlt. Das einzig Interessante an diesem Vehikel ist die Steuerbefreiung: Der Zinsertrag ist nämlich bei diesen Produkten von der Einkommenssteuer befreit. Doch eine Steuerbefreiung auf mickrigen Zinserträgen bringt nichts. Freude an höheren Zinsen haben jene Anleger, die sich über den Anlagenotstand beklagten. Für sie können Obligationen oder gar Kassenobligationen wieder interessant werden.

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