Zum Hauptinhalt springen

Verunsicherte Euro-Sparer hamstern Schweizer Gold

Die Schuldenkrise in Europa und der Euro-Sturzflug verängstigen zunehmend die Anleger in der Eurozone. Kleinsparer fürchten um ihr Erspartes und suchen derweil ihr Heil im Gold.

Immer mehr verunsicherte Kleinsparer ziehen ihr Vermögen aus dem Euroraum ab und fliehen ins Schweizer Gold. «Die Menschen bekämpfen damit ihre Zukunftsängste, weil sie um ihr Geld fürchten», sagt René Buchwalder, Goldhändler und Geschäftsführer von Pro Aurum in Zürich. «Obwohl wir Händler in der Schweiz sind, ist die ausländische Nachfrage höher als die inländische.» Der Grund sei das Kursverhältnis des Euro zum Schweizer Franken. Dabei gehe es um die Psychologie, dass die Menschen überzeugt seien, ihr Geld in einen sicheren Hafen zu retten, der ausserhalb des Euroraums liegt. «Deswegen fliehen die Menschen auch nicht ins Gold innerhalb des Euroraums.» Buchwalder profitiert von der Verunsicherung in der Eurozone: «Die Deutschen gehören zu den besten Kunden, weil die Bevölkerung in ihrer Geschichte bereits zwei Hyperinflationen erlebt hat.» Aber auch die Schweizer haben gemerkt, dass sie sich nicht auf einer Insel der Seligen befinden, so Buchwalder. «Die Nachfrage der Schweizer nach Gold steigt ebenfalls.»

Steigt der Goldpreis, sinkt der Dollarkurs

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.