Unnützer Kabelanschluss

Viele Mieter könnten pro Jahr 400 Franken sparen. Denn oft zahlen sie via Mietnebenkosten den TV-Kabelanschluss, obwohl sie ihn gar nicht mehr nutzen. Künden lässt sich der Anschluss nur via Vermieter.

Die Dose mit den zwei oder drei runden Steckbuchsen galt als Teil der Wohnung, da Rediffusion (jetzt UPC) einst exklusiv das TV-Signal via Kabel ins Wohnzimmer lieferte.

Die Dose mit den zwei oder drei runden Steckbuchsen galt als Teil der Wohnung, da Rediffusion (jetzt UPC) einst exklusiv das TV-Signal via Kabel ins Wohnzimmer lieferte.

Viele Mieter zahlen Geld für einen Anschluss, den sie gar nicht brauchen. Über die Mietnebenkosten liefern sie jeden Monat rund 37 Franken an die Firma UPC oder einen lokalen Kabelnetzbetreiber ab.

UPC hiess früher Rediffusion, dann Cablecom. Die Firma lieferte einst exklusiv das TV-Signal via Kabel ins Wohnzimmer. Die Dose mit den zwei oder drei runden Steckbuchsen galt damals als Teil der Wohnung. Deshalb wird der Anschluss in der Regel noch heute vom Vermieter abgerechnet.

Mittlerweile beziehen aber immer mehr Kunden das TV-Signal von Swisscom, Sunrise oder einem anderen Anbieter – und zahlen trotzdem weiterhin den Kabelanschluss, den sie gar nicht mehr brauchen.

Oft gut versteckt

Wenn Mieter – und auch Stockwerkeigentümer – den Anschluss nicht nutzen, sollten sie prüfen, ob sie für den Anschluss unfreiwillig zur Kasse gebeten werden. Die Anschlussgebühr ist oft gut versteckt:

  • Häufig sind die Kosten – rund 400 Franken im Jahr – in der Auflistung der Nebenkosten erwähnt.
  • Steht dort nichts geschrieben, kann die Gebühr auch als Teil in der Nettomiete enthalten sein. Das lässt sich beim Vermieter erfragen.

Mieter, die den Kabelanschluss nicht brauchen, müssen diesen schriftlich beim Vermieter künden. Am besten schicken sie gleichzeitig eine Kopie des Briefes an UPC oder den zuständigen lokalen Kabelnetzbetreiber. Der Vermieter darf die Gebühren längstens bis zum nächsten Kündigungstermin gemäss Mietvertrag weiterverrechnen. Für die Kündigung oder die Plombierung der Kabelbuchse müssen die Mieter nichts zahlen.

Gebühr in Abo enthalten?

Auch Mieter, die den Kabelanschluss noch nutzen, können unter Umständen die Anschlussgebühren via Mietnebenkosten sparen. Betroffen sind all jene Kunden, die einen Direktvertrag mit UPC haben. Seit letztem Jahr ist die monatliche Gebühr für den Kabelanschluss in den Kombi­abos von UPC bereits enthalten.

Im Normalfall schickt UPC diesen Kunden zwar eine Briefvorlage, mit welcher sie den Vermieter auffordern können, den Kabel-Anschluss aus ihren Mietnebenkosten zu streichen. Trotzdem sollten UPC-Kunden, die ein Kombiabo für TV, Internet und Telefon haben, kontrollieren, ob sie die Gebühr nicht via Miet-nebenkosten doppelt entrichten.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt