Steuerpflichtige können weniger Fahrkosten abziehen

Das Pendeln zum Arbeitsplatz wird teurer: Steuerpflichtige können nur noch bis zu 6700 Franken Fahrkosten abziehen. Bei der Bundessteuer liegt die Obergrenze gar bei 3000 Franken.

Wer pendelt, kann nur noch bis zu 6700 Franken bei den Steuern abziehen (Symbolbild).

Wer pendelt, kann nur noch bis zu 6700 Franken bei den Steuern abziehen (Symbolbild).

(Bild: Keystone)

Bernhard Kislig@berrkii

Anfang 2014 sagte die Bevölkerung an der Urne Ja zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur. Für Pendler hat das jetzt Folgen bei den Steuern: In der ­aktuellen Steuererklärung dürfen sie für die Kosten ihrer Fahrten zum Arbeitsplatz höchstens 6700 Franken abziehen (Kanton).

Beim Bund liegt die Obergrenze nur noch bei 3000 Franken. Der Bund geht davon aus, dass bei rund 20 Prozent der Steuerpflichtigen die Steuerrechnung steigen wird. Oft geht es jedoch um kleinere Beträge.

Bei einem Generalabonnement zweiter Klasse – derzeit kostet es 3860 Franken – fällt die zusätzliche Belastung nicht besonders stark ins Gewicht, zumal bei der Kantonssteuer immer noch der gesamte Betrag abge­zogen werden kann.

Wer mit seinem Privatauto eine längere Strecke zur Arbeit zurücklegt, wird dem Fiskus aber spürbar mehr abliefern müssen. Beträgt die tägliche Strecke zum Beispiel 60 Kilometer, ergibt das bei anrechenbaren 70 Rappen je Kilometer und 220 Arbeitstagen einen Betrag von über 9000 Franken.

Für den Steuerpflichtigen sinkt der Abzug beim Bund so um mehr als 6000 Franken und beim Kanton um rund 2500 Franken. Je nach Einkommen kann die Steuerrechnung um die 1000 Franken höher ausfallen.

Auch Angestellte, die ein Geschäftsauto nutzen, werden stärker belastet. Sie müssen die Fahrkosten, die über den Schwellenwerten von 3000 (Bund) und 6700 Franken (Kanton) liegen, neu als Einkommen versteuern.

Die Überlegung dahinter: Andere Steuerpflichtige wären sonst benachteiligt, weil sie die Kosten über diesen Schwellenwerten nicht mehr abziehen dürfen. Nur wer das vom Arbeitgeber be­zahlte GA mehrheitlich für Geschäftsfahrten nutzt, ist steuerlich fein raus. Hier erübrigt sich eine Abrechnung wie beim Geschäftsauto.

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