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Rezessionsängste setzen Aktienkurse erneut stark unter Druck

Die Schweizer Börse hat am Freitag erneut deutlich Boden verloren. Mit einem Minus von über 9 Prozent erlebte der SMI vorübergehend einen der stärkten Kurseinbrüche in seiner Geschichte.

Im späteren Verlauf lösten sich die Kurse vom Tagestief, blieben insgesamt aber im Minus. Zum Schluss notierte der SMI-Index noch um 3,71 Prozent tiefer bei 5675,09 Punkten. Der breite SPI verlor 3,66 Prozent auf 4682,67 Zähler.

Eine Reihe von Gewinnwarnungen aus dem Ausland und verhaltene Aussichten inländischer Unternehmen, schwache Konjunkturdaten und Zwangsverkäufe belasteten den Aktienmarkt. Händler führten einen grossen Teil der Verkäufe auf Fonds zurück.

Ob dies der ersehnte Schlussverkauf sei, dem eine nachhaltige Erholung folge, stehe in den Sternen. «Momentan ist die Stimmung sehr schlecht», sagte ein Händler.

Die Rezessionssorgen und Gewinnwarnungen lasteten vor allem auf den Industriewerten, die im laufenden Jahr zum Teil schon 50 Prozent oder mehr ihres Kurswerts eingebüsst haben.

ABB im Fall

Zeitweise stürzten die ABB-Aktien, die schon am Vortag fast 20 Prozent eingebrochen waren, um weitere 15 Prozent ab. Kurz vor Schluss betrug das Minus noch gut 6 Prozent.

Verschiedene Analysten haben nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts am Vortag ihre Ratings und Kursziele für ABB nach unten angepasst. Auch andere zyklische Werte wie Sulzer, Fischer oder Holcim gaben kräftig nach.

Bucher sanken um fast 7 Prozent. Der Landmaschinen- und Kommunalfahrzeughersteller hat die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn zwar leicht übertroffen, diese aber beim Auftragseingang nicht ganz erfüllt.

Weiter unter grossen Druck standen die Finanzwerte. Die Aktien der Grossbanken CS Group und UBS verloren über 5 Prozent. JuliusBär gingen 13 Prozent tiefer aus dem Handel.

Bei den Versicherungen stachen die Papiere von Swiss Re, Swiss Life und Zurich mit Abschlägen von bis zu 10 Prozent heraus. Nestlé und Synthes, die den Markt am Vortag gestützt hatten, hielten sich etwas besser als der Gesamtmarkt, gingen aber trotzdem tiefer aus dem Handel. Bei den Pharmawerten verloren Roche 1,4 Prozent, Novartis gaben 5,6 Prozent ab.

Leichte Gewinne verzeichneten unter den Standardwerten einzig die Aktien des Telekom-Unternehmens Swisscom und des Agrochemiekonzerns Syngenta.

SDA/js

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