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Nicht nur der Big Mac ist zu teuer

Schweizer zahlen für einen Big Mac deutlich mehr als EU-Bürger. Dies liegt aber nicht nur am starken Franken.

Firmen versuchen die hohe Kaufkraft in der Schweiz abzuschöpfen.
Firmen versuchen die hohe Kaufkraft in der Schweiz abzuschöpfen.
Keystone

Der Big-Mac-Index 2010 des «Economist» zeigt, dass ein Big Mac in der Schweiz viel mehr kostet als in fast allen anderen Ländern. Das britische Wirtschaftsmagazin führt dies darauf zurück, dass der Franken im Vergleich zum US-Dollar überbewertet ist. Doch hinter dem Preisunterschied steckt mehr: «Ein Kilo Rindfleisch ist in der Schweiz teurer, die Miete pro Quadratmeter kostet mehr, die Mindestlöhne sind höher und die Konsumenten haben mehr Ansprüche an die Qualität», sagt der Marketingexperte Stefan Michel von IMD International in Lausanne. Hinzu kommt: Firmen versuchen oft, die hohe Kaufkraft hierzulande abzuschöpfen. Ein Beispiel dafür liefert die Kleidermarke Esprit: Wenn ein Herrenhemd im Ausland 40 Euro kostet, dann verlangt das Unternehmen in der Schweiz gerne 80 Franken dafür. Dabei steht der Euro zum Franken nicht 2:1, sondern nur 1,34:1.

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