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«Kaufen Sie Ihrem Kind nicht alles. Das kann es später auch nicht.»

Theoretisches Wissen reiche nicht aus, um Jugendliche und junge Erwachsene vor Schulden zu bewahren. Sie benötigten Vorbilder – und viel Übung im Umgang mit Geld, sagt Daniel Jenal, Fachexperte Konsum bei Pro Juventute.

Mirjam Comtesse
Den Umgang mit Geld sollten Kinder schon möglichst früh lernen, sagt Daniel Jenal. Er ist Verantwortlicher Konsum bei Pro Juventute. Deshalb sei es wichtig, dass Kinder viel Gelegenheit zum Üben hätten.
Den Umgang mit Geld sollten Kinder schon möglichst früh lernen, sagt Daniel Jenal. Er ist Verantwortlicher Konsum bei Pro Juventute. Deshalb sei es wichtig, dass Kinder viel Gelegenheit zum Üben hätten.
Keystone

Herr Jenal, gerade ist die Studie «Wirkt Schuldenprävention?» erschienen. Sie zeigt, dass bei Jugendlichen psychologische Faktoren wie etwa Selbstvertrauen wichtiger sind als Finanzwissen. Sind Sie überrascht?

Daniel Jenal: Nein, gar nicht. Die Studie bestätigt, was auch wir bei Pro Juventute erleben: Werte und Normen spielen eine grössere Rolle als theoretisches Fachwissen. Der Grund dafür ist, dass die Erfahrungen in der Familie Kinder über lange Zeit prägen. Sie erleben, wie es ist, sich etwas zu wünschen, zu warten, sich zu freuen und vielleicht auch zu verzichten. Dabei lernen sie nicht nur sich selber besser kennen, sondern sie lernen auch Selbstbeherrschung. So können sie dem Konsumdruck in einer Freundesgruppe später besser widerstehen.

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